Zwei Sprintsiege sowie Platz drei für ÖRV in Igls

Mit einer großartigen Bilanz haben Österreichs Rodler den Weltcup-Auftakt auf ihrer Heimbahn in Innsbruck-Igls abgeschlossen. Wolfgang Kindl wurde zunächst nach einer Aufholjagd im Einsitzer von Platz 18 noch Dritter und holte dann den Sprintsieg und die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller sicherten sich nach dem Sieg am Samstag auch den Sprint-Sieg.

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Kindl verpatzte den ersten Lauf

Der Mann des Tages war Wolfgang Kindl. Der mittlerweile 30-jährige Tiroler steckte einen völlig verhauten ersten Lauf im Einsitzerbewerb weg und raste mit Laufbestzeit im zweiten Heat noch vom 18. Platz auf das Podium. Und wenige Stunden später zeigte der Sprint-Weltmeister, der den Titel ebenfalls in Igls geholt hat, einmal mehr seine Stärke in diesem Bewerb.

"Ich weiß, dass ich im Training schon immer schnell war. Warum es heute im 1. Lauf nicht hingehaut hat, weiß ich nicht", rätselte Kindl im ORF-Interview. Er entschuldigte sich auch für eine erste, erzürnte Reaktion, mit der er sich bei den Bahnarbeitern beschwert hatte. "Ich habe mich dann wieder konzentriert. Auf sich selbst vertrauen ist oft das Beste. Ich habe gewusst, im Sprint bin ich schwer zu schlagen. Es war alles in allem ein gewaltiger Tag", freute sich Kindl.

Der Sprintbewerb sei ihm wie auf den Leib geschneidert. "Ich habe gewusst, als der Bewerb gekommen ist, dass das mein Bewerb ist." Die sonst wegen seiner Größe vorhandenen Nachteile beim Start würden beim Sprint etwas in den Hintergrund treten. Nun reist Kindl, der wegen eines Knochenödems im linken Mittelhandknochen nicht einmal hundertprozentig fit ist, als Weltcupleader nach Whistler in Kanada. Der Gesamt-Weltcup ist ja ein Ziel Kindls. "Der Anfang ist gelegt, jetzt geht es nach Amerika, da sind einige meiner Lieblingsbahnen dabei."

Noch kein Podestplatz ist Olympiasieger David Gleirscher (5. im Einzel, 4. im Sprint) gelungen. "Der zweite Lauf war recht gut. Es will im Weltcup noch nicht ganz sein, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Saisonstart."

Gleich mit einem Doppelsieg in die Saison gestartet sind Steu/Koller. Nach dem Doppelsitzersieg vom Samstag setzte sich das Duo auch im Sprint am Sonntag durch. "Die Leistung und das Ergebnis von gestern waren eine gewaltige Motivation, ich war heute wesentlich lockerer, es ist um einiges leichter gegangen", freute sich Steu. Koller war froh, dass ihm ein Missgeschick keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat. "Mir ist am Start das Visier runtergerutscht, ich habe es während der Fahrt mit dem Kinn gehalten und Glück gehabt, das ich es nicht verloren habe. Das Wochenende war sensationell, vor zwei Wochen hat das alles noch ganz anders ausgesehen", gestand der Tiroler.

Mit Platz fünf hat sich auch bei den Damen Birgit Platzer mit einem guten Resultat verabschiedet. "Ich bin überglücklich. Der Lauf war noch nicht ganz optimal, ich war im Labyrinth bei den Übergängen ein bisserl unsicher."




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