Ziegler/Kiefer streben bei Japan-WM Top-Ten-Premiere an

Nach einer Saison mit starken Leistungen wollen Miriam Ziegler und Severin Kiefer ab Mittwoch bei den Weltmeisterschaften der Eiskunstläufer in Saitama in Japan mit einem Top-Ten-Platz einen starken Schlusspunkt setzen. Ihr bisher bestes WM-Abschneiden war im Vorjahr Rang 14. Österreichs Verband (ÖEKV) ist auch in den Einzelbewerben vertreten, und zwar durch Luc Maierhofer und Sophia Schaller.

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Miriam Ziegler und Severin Kiefer sind zurück

Im Jänner bei der Minsk-EM waren Ziegler/Kiefer als
Kurzprogramm-Siebente aus dem Bewerb ausgestiegen, da sie den
tragischen Tod ihres Trainers Jean-Francois Ballester vom Dezember
noch nicht verarbeitet hatten. Sie seien mit dem Kopf nicht ganz
beim Wettkampf gewesen. Seither galt die Konzentration dem nun
anstehenden Saisonhöhepunkt. "Die letzten paar Wochen waren intensiv
für uns. Wir haben sehr viel Energie in diese WM-Vorbereitungen
gesteckt", sagte Ziegler.

  Die Trainingsarbeit absolvierten Ziegler/Kiefer außer an ihrem
Stützpunkt in Berlin für einige Tage auch bei Olympiasieger Bruno
Massot in der Schweiz. Der letzte wichtige Wettkampftest des
ÖEKV-Paars erfolgte Ende Februar in Den Haag. Nach Rang zwei nur
einen Punkt hinter den Siegern fühlen sie sich gerüstet. 19 Duos
haben für die Paarlauf-Konkurrenz gemeldet, Kurzprogramm und Kür
stehen am Mittwoch und Donnerstag jeweils ab 2.30 Uhr MEZ auf dem
Programm.

  Der erst 16-jährige Maierhofer beeindruckte vor rund zwei Monaten
bei seinem EM-Debüt mit Rang 20. In der vergangenen Woche bei den
Junioren-Weltmeisterschaften in Zagreb lieferte der Wiener mit Platz
18 eine weitere Talentprobe ab, war das doch Österreichs beste
Junioren-WM-Platzierung seit dem 15. Rang 2006 von Viktor Pfeifer.
Eine Kür-Teilnahme auf WM-Ebene wäre eine besondere Leistung
Maierhofers, bemühen sich doch 35 Aktive um einen Platz in den Top
24.

  Schaller fixierte ihre WM-Teilnahme erst vor kurzem in Den Haag,
indem die 18-Jährige das dafür nötige technische Punkteminimum
erreicht hat. Nach EM-Platz 26 in Minsk ist davon auszugehen, dass
das Kurzprogramm am Mittwoch (7.05 Uhr MEZ) der einzige Auftritt der
Salzburgerin Schaller in der rund 70 km von Tokio entfernt liegenden
Stadt sein wird. 40 Damen haben genannt. Maierhofer tritt am
Donnerstag (8.00) zum Kurzprogramm an, die Herren-Kür ist am Samstag
(9.30).

  Als Höhepunkt der Titelkämpfe wird ein Duell des japanischen
Olympiasiegers Yuzuru Hanyu mit US-Weltmeisters Nathan Chen um den
Herren-Titel erwartet. Das bisher letzte Aufeinandertreffen der
beiden hatte es bei Olympia 2018 gegeben. Dort hatte sich Chen vom
17. Rang im Kurzprogramm noch auf Platz fünf katapultiert, der in
der laufenden Saison länger verletzt gewesene Hanyu verteidigte
hingegen seinen Titel von 2014 mit Erfolg.

  Bei den Damen ist Titelverteidigerin Kaetlyn Osmond aus Kanada
nicht dabei. Unter den Anwärterinnen auf die Nachfolge stehen drei
Russinnen ganz vorne, und zwar mit Alina Sagitowa und Jewgenia
Medwedewa die Olympia-Erste und -Zweite sowie Europameisterin Sofia
Samodurowa. Bei den Eistänzern führt wohl kein Weg an Gabriella
Papadakis und Guillaume Cizeron vorbei, die aktuellen Welt- und
Europameister sowie Olympiasieger.




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