Wolff mit Mercedes-Team nun im Fünffach-Club

Mercedes hat seine nächste Mission in der Formel-1-WM vorzeitig erfüllt. Nach dem Fahrertitel für Lewis Hamilton gewannen die Silberpfeile am Sonntag in Sao Paulo auch die Konstrukteurswertung zum fünften Mal en suite. Teamchef Toto Wolff erhielt nach diesem Triumph einen Anruf von FIA-Boss Jean Todt, der ihn besonders stolz machte.

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Erfolgreiche Titelsammler bei Mercedes

"Er hat gesagt, dass es eine Ehre sei, mich im Fünffach-Club willkommen heißen zu dürfen. Das zu hören, ist unglaublich. Ich bin sprachlos", sagte der Wiener nach dem Telefonat mit dem Präsidenten des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA). Unter der Leitung von Todt hatte Ferrari von 1999 bis 2004 sogar sechsmal hintereinander die Konstrukteurswertung und mit Rekordmann Michael Schumacher von 2000 bis 2004 auch fünfmal en suite den Fahrertitel der Motorsport-Königsklasse gewonnen.

Wolff war froh, dass sein Team beide Titel schon vor dem Saisonfinale am 25. November in Abu Dhabi fixierte. "Das war das schwierigste Jahr, und deshalb ist die Erleichterung bei uns im Team so groß wie noch nie. Das war der bisher härteste Kampf mit Ferrari", bekräftigte der 46-Jährige. "Wir hatten auch heute so ein entsetzliches Rennen mit dem perfekten Endresultat - Lewis als Sieger und uns als Gewinner der Konstrukteurs-WM."

Dass es für Mercedes erneut nicht nach Wunsch lief, lag laut Wolff an einem "massiven Motorproblem". Deshalb hatten die Ingenieure die Leistung des Hamilton-Aggregats drosseln müssen, um eine Überhitzung des Triebwerks zu vermeiden. Als Hamilton dann als Sieger über die Linie fuhr, gab es kein Halten mehr. Die Feier des Mercedes-Teams war so wild, dass im Jubel nicht nur britische Champ, sondern auch eine Absperrung niedergerissen wurde.

Seit Einführung der V6-Turbo-Hybrid-Motoren im Jahr 2014 hat die Sternenflotte sämtliche WM-Titel gewonnen. Und mehr als die Hälfte aller Rennen in dieser Ära - 50 von 99 - endeten mit einem Sieg von Hamilton. "Dass wir jetzt fünf Mal hintereinander beide Weltmeisterschaften gewonnen haben, das wäre uns vor sechs Jahren nicht einmal in unseren kühnsten Träumen in den Sinn gekommen", sagte Wolff.

Doch nun hat Mercedes damit etwas geschafft, was bis Sonntag nur einem Team gelungen war. "Einen Ferrari-Rekord zu egalisieren, der als unerreichbar galt, ist etwas, für das ich dankbar bin und das mich glücklich macht", betonte Wolff. "Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich diese Rekorde von Ferrari in diesen Jahren mit Jean und Michael und all den anderen, die dazu beigetragen haben, bewundert habe, bevor ich in die Formel 1 eingestiegen bin."




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