Weißhaidinger-Sieg beim "Match" in Minsk mit 67,22 m

Österreichs Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger hat am Dienstagabend mit 67,22 Metern überlegen beim Leichtathletik-"Match Europa versus USA" gewonnen. Damit sicherte der 27-jährige Oberösterreicher dem am Ende erfolgreichen Team aus Europa neun Punkte und kassierte für den Sieg in seiner Disziplin 7.000 Dollar (rund 6.350 Euro) Preisgeld.

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Erfolg für Weißhaidinger in Weißrussland

"Ich muss mich weiter steigern", hatte der ÖLV-Rekordmann nach seinem zweiten Rang beim Diamond-League-Finale in Brüssel in Anspielung auf seine Weite von 66,03 Metern gemeint. Diesen Worten ließ der 1,97 Meter große Koloss nun eindrucksvoll Tagen folgen. Nach 65,25 Metern zum Auftakt, die auch schon zum Sieg gereicht hätten, und 65,36 im zweiten Versuch steigerte sich Weißhaidinger im dritten dann auf 67,22. Damit distanzierte er den zweitplatzierten Ex-Weltmeister Piotr Malachowski aus Polen (64,89) um mehr als drei Meter.

"Ich habe vom ersten Versuch an geführt, war sofort gut im Rhythmus. Der Wettkampf hat sich richtig gut angefühlt. Es ist mir eine Ehre, für Europa den Sieg geholt zu haben. Umso schöner, dass wir Europäer mit den Rängen 1 bis 3 geschlossen am Stockerl stehen", betonte Weißhaidinger nach seinem Triumph zweieinhalb Wochen vor Beginn der WM in Katar. Auch sein Coach Gregor Högler zeigte sich rundum zufrieden: "Lukis Formkurve verläuft ganz nach Plan. Seine heutige Leistung war enorm stark - der Sieg stand eigentlich nie in Zweifel!"

US-Meister Sam Mattis kam dagegen an seine Saisonbestleistung (66,69 m) nicht annähernd heran und musste mit 63,66 Metern unmittelbar hinter dem Norweger Ola Stunes Isene (63,99) mit Rang vier zufrieden sein. Der schwedische WM-Topfavorit und Weltjahresbeste Daniel Stahl war ebenso wie sein Herausforderer Fedrick Dacres aus Jamaika in Minsk nicht am Start.

Das Match mit den USA ging ganz klar mit 724,5 Punkten an Europas Team. Die Amerikaner kamen dagegen nur auf 601,5 Zähler.



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