Volksfest-Stimmung bei Darts-WM und Van Gerwen als Favorit

Die Darts-Party im Londoner Alexandra Palace wird nicht nur immer lauter und schriller, sondern auch immer größer und lukrativer. Bei der am Donnerstag beginnenden und bis zum 1. Jänner dauernden WM werden insgesamt 2,5 Millionen Pfund (2,77 Mio. Euro) Preisgeld ausgespielt. Titelverteidiger Rob Cross aus England wird von 95 Berufskollegen herausgefordert, darunter auch dem Wiener Mensur Suljovic.

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Niederländer Michael van Gerwen will sich einen Traum erfüllen

Die Darts-WM ist zu einer festen Größe in der Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel geworden. Für den Weltranglistenersten und Vorjahres-Halbfinalisten Michael van Gerwen ist es "das ganz große Turnier", auch für alle weiteren Teilnehmer der wichtigste Wettbewerb und der Jahreshöhepunkt. "Ich kann es kaum erwarten, wieder auf dieser Bühne zu sein", kündigte der Niederländer im Vorfeld der WM via Twitter an.

Van Gerwen gilt als großer Favorit. "Ich denke, Darts ist ein sehr unterhaltsamer Sport, weil man dem Geschehen einfach folgen kann und es trotzdem dramatisch ist. Der Weltverband PDC und wir Spieler geben unser Bestes, es für die Fans unterhaltsam zu gestalten", sagte van Gerwen über die ausgelassene Stimmung, die im sogenannten "AllyPally" besonders reizvoll ist und in den kommenden drei Wochen dem Sender Sport1 und dem Streaming-Portal DAZN deutlich mehr als 110 Live-Stunden wert sind.

Suljovic hat sich die erstmalige Viertelfinal-Teilnahme zum Ziel gesetzt, es wäre nach drei Achtelfinali sein bestes WM-Abschneiden. "Mein Ziel sind immer die Top acht, aber wenn es mehr wird, sage ich auch nicht Nein", erklärte der Weltranglistensiebente.

Die WM findet nach wie vor nicht in keiner hochmodernen Multifunktionsarena statt, sondern in der West Hall des Alexandra Palace. Zahlenmäßig sind die 3.000 Besucher keine besondere Kulisse, mit ihren als Banane, Schwein, Teletubby, Super Mario oder US-Präsident kostümierten Fans aber umso mehr. Und auch die Fernsehsender hoffen, dass die Übertragungen aus der britischen Hauptstadt wieder für Rekordzahlen wie im Vorjahr sorgen, als 2,14 Millionen Menschen das Finale zwischen Rob Cross und dem inzwischen zurückgetretenen Rekordchampion Phil Taylor sahen.

Zum ersten Mal in 25 WM-Jahren ist "The Power" nicht als Spieler am Start, auch ein Besuch oder eine Expertenrolle sind nicht vorgesehen. Mit Taylor verschwinden auch die Walk-on-Girls, die wie in der Formel 1 abgeschafft wurden. Dem einzigartigen Ally-Pally-Feeling soll das nicht schaden.



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