Vinzenz Höck Vierter des Ringe-Weltcups in Varna

Jasmin Mader Siebente am Stufenbarren. Österreich blieb beim Kunstturn-Weltcup in Varna ohne Medaillen. Vinzenz Höck beendete das zur „World Challenge Cup“-Serie zählende Bulgarien-Meeting auf Platz 4 an den Ringen. Jasmin Mader stürzte beim neuen Abgang ihrer Stufenbarren-Kür, sortierte sich in der Top-8-Entscheidung auf Position 7. Beide, Höck und Mader, haben ihr Programme für die neue Saison umgestellt, sehen sich auf einem guten Weg, wollen bis zur EM im August ihre Hochform erreichen.

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Vinzenz Höck Ringe-Gesamt-Weltcupsieger 2020/21

Vinzenz Höck (14.450 Punkte) musste sich beim ersten World Challenge Cup seit Herbst 2020, bei dem er antrat und ihn – nach vier Siegen in Serie – nicht für sich entschied, diesmal Nikita Simonov (AZE, 14.750), Courtney Tulloch (GBR, 14.650) und Newcomer Yunus Gundogdu (TUR, 14.600) geschlagen geben. Doch der 26-jährige Grazer nahm es gelassen: „Man kann nicht immer eine Medaille gewinnen“.

„Natürlich ist der vierte Platz immer ein wenig undankbar“, analysierte Vinzenz Höck nach seinem Wettkampf: „ich bin trotzdem voll zufrieden mit meiner Übung und vor allem meiner Ausführungsnote-Note von 8,750 Punkten. Geplant war hier, Wettkampf Erfahrung für meine neue Übungs-Zusammenstellung zu sammeln. Aus diesem Grund hab ich noch nicht mein volles Programm gezeigt, jedoch die Schlüsselstellen, wie die Stemme zum Petrus und den schwungvollen Mittelteil schon. Der Abgang war meines Erachtens der beste meiner bisherigen Wettkampf-Karriere. Daher nehme ich viel Selbstvertrauen mit und werde versuchen, in den nächsten Wochen auch beim Ausgangswert wieder etwas zuzulegen.“

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner: „Mit den beiden in Varna gezeigten Übungen liegt Vinzenz voll im Plan Richtung EM im August in München. Das Ziel war, den E-Wert stabil auf ein hohes Niveau zubekommen. Mit 8,800 und 8,750 ist das Vinzenz super gelungen. Sein neues Element – Stemme zum Kopfkreuz – ist schon stabil, kann aber in Bezug auf Winkelabweichung und Haltedauer sicher noch verbessert werden. Zusätzlich wird das Element Balandin seine Übung auf die gewünschten 6.2 Punkte heben. Gelingt ihm das mit dieser Ausführung, wird Vinzenz bei der EM um Gold mitkämpfen.“

Das Stufenbarren-Finale in Varna gewann die Französin Aline Friess (13.450) vor ihrer Landsfrau Celia Serber (13.350) und der Rumänin Ioana Stanciulescu (12.900). Jasmin Mader hätte den Sprung auf das Bronze-Medaillenpodium schaffen können, stützte allerdings leider zum Schluss beim neu ins Programm aufgenommenen Doppelsalto vorwärts..

Die 29-jährige Innsbruckerin: „Ich bin mit dem Ziel hierhergekommen, meine Übung mit dem neuem Abgang zu turnen, der nun in den überarbeiteten Wertungsvorschriften einige wichtige zusätzliche Zehntelpunkte bringt. Mir fehlte dann allerdings noch das nötige Selbstvertrauen, um voll auf eine gute Landung zu gehen. So bin ich dieses Mal leider auf dem Allerwertesten gelandet. Was mich aber zuversichtlich stimmt, ist meine Ausführungs-Note, die ich seit dem letzten Jahr deutlich verbessern konnte.“



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