Thiem startet mit Fitness-Rückstand in sechste US Open

Ganze 18 Tage hat Dominic Thiem nach seinem Viertelfinal-Aus in Montreal gegen Daniil Medwedew (RUS) kein Match mehr bestritten. Ein bereits in Kanada spürbar gewordener viraler Infekt hat den Weltranglisten-Vierten seine US-Open-Vorbereitung gekostet. Nun kehrt der 25-jährige Niederösterreicher am Dienstag gegen Thomas Fabbiano auf den Court zurück.

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Thiem liegt unverändert auf Rang vier

Im Gegensatz zum Vorjahr, als Thiem ebenfalls wegen einer Viruserkrankung auf Cincinnati unmittelbar vor den US Open hatte verzichten müssen, tat sich der zweifache French-Open-Finalist diesmal weit schwerer, die Krankheit abzuschütteln. Der Genesungsprozess war viel langsamer, Thiem cancelte am Donnerstag das Nachmittagstraining, den gesamten Freitag samt Medien- und Sponsorenterminen und er sagte auch am Samstag ein geplantes Training mit Rafael Nadal ab.

Die Ausgangslage könnte für den am 3. September 26 Jahre alt werdenden Lichtenwörther also kaum schlechter sein. Erst am Sonntag gab es wieder ein Lebenszeichen Thiems. "Es geht aufwärts", ließ der Kitzbühel-Sieger über seine Management mitteilen. "Fest steht, dass ich am Dienstag spielen werde. Ich hab mich relativ gut erholt, weil ich in den letzten Tagen extrem aufgepasst habe und auch alle anderen Termine abgesagt wurden."

Ehe er Montagmittag (Ortszeit) zu einem einstündigen Training in Flushing Meadows erscheinen sollte, konstatierte Thiem aber einen klaren Aufwärtstrend. Er habe den Ball "richtig gut am Schläger, mein Gefühl ist sehr gut".

Gegen Thomas Fabbiano, aktuell Nummer 87 der Welt, hat er zumindest keine ganz große Erstrundenhürde erhalten. Der 30-jährige Rechtshänder aus Italien ist unter normalen Umständen klarer Außenseiter gegen Thiem.

Der Weltranglisten-Vierte hat sich jedenfalls schon am Sonntag mit seinem Coach Nicolas Massu im größten Tennis-Stadion der Welt, dem Arthur Ashe Stadium, an die überdimensionalen Verhältnisse gewöhnt. Dass er gleich sein erstes Match im 23.771 Zuschauer fassenden Stadion bestreitet, zeigt doch auch, dass er auch bei den Organisatoren ganz oben angekommen ist.

Der Titel beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells dieses Jahr hat die Popularität Thiems jedenfalls steigern lassen. Doch dies alles ändert freilich nichts daran, dass Thiem selbst mit einigen Fragezeichen am Dienstag auf den Platz marschiert. "Bei einem Grand Slam geht es über fünf Sätze, da muss man körperlich einfach top drauf sein. Sonst ist man schnell weg."

Das gilt es für den Vorjahres-Viertelfinalisten bei den US Open freilich zu verhindern. Der 30-jährige Fabbiano befindet sich jedenfalls nicht in Hochform, und hat sowohl in Kitzbühel als auch in Winston-Salem gleich in Runde eins verloren. Schüttelt Thiem den "Rost" von zweieinhalb matchlosen Wochen gut ab und ist sein Körper wieder fit, sollte einer zweiten Runde nichts entgegenstehen. In dieser würde es am Donnerstag entweder gegen den Kasachen Alexander Bublik oder den kolumbianischen Qualifikanten Santiago Giraldo gehen.




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