Teresa Stadlober will bei Tour de Ski wieder in die Top 5

Die Tour de Ski muss mit Saisondominatorin Therese Johaug, Charlotte Kalla und Ebba Andersson auf Top-Favoritinnen verzichten. Das skandinavische Trio legt statt des harten Etappenrennens einen langen Trainingsblock für die WM im Februar ein. Teresa Stadlober hingegen lässt sich den ersten Saisonhöhepunkt auch diesmal nicht entgehen.

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Stadlober macht nach der Tour eine dreiwöchige Pause

Die Salzburgerin wird erst nach der Tour eine dreiwöchige Pause machen, um sich gezielt auf die Heim-Titelkämpfe in Seefeld vorzubereiten. Davor will die 25-Jährige aber bei der Tour wie im Vorjahr als Fünfte erneut ein Spitzenergebnis einfahren. "Es wäre natürlich schön, wenn ich da wieder hinkomme, aber man darf keinen schlechten Tag haben", betonte Stadlober vor den sieben Etappen in neun Tagen.

Die zwei Sprints am Samstag in Toblach und am Neujahrstag in Val Müstair kommen der Ausdauerspezialistin nicht entgegen. In den Distanzrennen und vor allem im abschließenden Bergrennen auf die Alpe Cermis sollte sie jedoch erneut um Podestplätze mitmischen können. Ihr Saisonstart mit bisher drei siebenten Plätzen sei jedenfalls ansprechend gewesen. "Ich glaube, es passt ganz gut. Ich bin zufrieden, wie es momentan läuft. Ich bin sehr gut im Rhythmus drinnen", betonte Stadlober im Gespräch mit der APA.

In Abwesenheit von Johaug gilt deren Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg als eine der Top-Favoritinnen, Titelverteidigerin Heidi Weng war hingegen in dieser Saison noch nicht in Topform. Das Fehlen von Johaug und den zwei besten Schwedinnen findet Stadlober bedauerlich. Noch weniger gefällt ihr aber, dass es bei der Tour nur zwei Klassikbewerbe gibt. "Es ist leider sehr skatinglastig". Außerdem wünscht sie sich im gesamten Weltcup weniger Einzelstartbewerbe. "Ich finde es schade, dass es so wenige Klassikrennen und generell wenig Massenstarts gibt. Der Langlauf wäre sicher attraktiver, wenn es mehr Massenstartrennen geben würde."

Sie sei aber trotzdem topmotiviert, bekräftigte die Radstädterin. Die intensive Vorbereitung während der Feiertage bezeichnete sie als Normalität, auch am 24. Dezember wurde zweimal trainiert. "Die Tour ist einfach viel zu wichtig. Ich muss ja nicht im Büro sitzen, sondern darf draußen sein", so Stadlober über das weihnachtliche Training.

Während sie sich erneut Spitzenergebnisse ausrechnen darf, verfolgt der Rest des ÖSV-Teams weiterhin kleinere Ziele. Lisa Unterweger, Max Hauke, Dominik Baldauf, Tobias Habenicht und Bruder Luis Stadlober werden voraussichtlich nur einen Teil der Tour bestreiten. Bernhard Tritscher fehlt nach gesundheitlichen Problemen. Auch etliche internationale (Sprint)-Athleten werden nicht die komplette Tour absolvieren und wohl spätestens nach dem dritten Tag im schweizerischen Val Müstair die Segel streichen.

Bei den Herren ist Dario Cologna Titelverteidiger, der Schweizer startete heuer aber wenig vielversprechend in den WM-Winter. Sehr stark präsentierten sich indes die Norweger um dem ehemaligen Tour-Sieger Martin Johnsrud Sundby und Sjur Röthe.



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