Stadlober zu Beginn Einzelkämpferin - Herren starten später

Teresa Stadlober ist beim Langlauf-Weltcupauftakt am Wochenende in Ruka die einzige ÖSV-Teilnehmerin. Die Herren steigen mit Bernhard Tritscher, Dominik Baldauf und Max Hauke erst eine Woche später in Lillehammer in die Saison mit den Heim-Weltmeisterschaften in Seefeld als Höhepunkt ein.

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Stadlober gilt als große Hoffnung

"Wir haben ein kleines, aber feines Team. Teresa ist unsere Ausnahmeerscheinung, sie hat - wie die gesamte Herrenmannschaft - eine gute Vorbereitung gehabt. Und das Rennen in Saariselkä war top", meinte ÖSV-Langlauf- und Biathlonchef Markus Gandler wenige Tage vor dem Saisonbeginn.

Dank Stadlober, die am Wochenende ein FIS-Rennen in Finnland gewonnen hat, sei er besonders für Seefeld guter Dinge. "Wir freuen uns vor allem brutal auf WM", sagte Gandler am Montag zur APA. Die Gesamtsituation ist freilich weiterhin nicht rosig. "Wir schöpfen nicht aus dem Vollen und Unermesslichen, aber wenn alle fit bleiben, brauchen wir uns nicht verstecken." Etwaige Ausfälle wegen Verletzungen würden aber nur schwer zu kompensieren sein.

Neben Tritscher, Baldauf und Hauke werden im Dezember auch der bereits etablierte Luis Stadlober und möglicherweise der eine oder andere Nachwuchsmann Weltcupeinsätze erhalten. Bei den Damen klafft hinter WM-Medaillenkandidatin Stadlober eine große Lücke. Für den Weltcup kommen wohl nur die im Frühling von einem Bandscheibenvorfall gebremste Lisa Unterweger und Nathalie Schwarz infrage. Anna Seebacher hat ihre Karriere im Oktober beendet.

Keine Rolle in Gandlers Planungen spielt weiterhin Johannes Dürr. Der Ex-Dopingsünder erhofft sich ein Comeback auf höchster Ebene mit dem Ziel der WM-Staffelteilnahme. Bei keineswegs topbesetzten FIS-Rennen am Wochenende in Saariselkä hatte der bei Olympia 2014 als EPO-Konsument erwischte Niederösterreicher allerdings großen Rückstand. Über 10 km Skating waren es unter 45 Teilnehmern als Elfter mehr als zwei Minuten auf Sieger Tritscher, im klassischen Stil über 15 km als 16. von 30 fast drei Minuten auf den finnischen Gewinner Timo Mantere, der noch nie im Weltcup am Start war.

Nicht zuletzt aufgrund des Fehlens entsprechender Leistungen sei Dürr nach wie vor kein Thema, betonte ÖSV-Spartenchef Markus Gandler. "Für mich stellt sich sportlich einfach nichts dar. Das in Finnland, das war gar nichts. Deshalb stellt sich die Frage derweil gar nicht. Wir konzentrieren uns auf unsere Mannschaft", sagte Gandler über den von Februar 2014 bis Februar 2016 gesperrt gewesenen früheren Leistungsträger.

Ungeachtet der Personalie Dürr hält sich Gandler für die WM-Staffel auch die Option offen, einen Biathleten oder Nordischen Kombinierer einzusetzen. "Das ist aber kein Misstrauen an die vier, die bei Olympia gerannt sind", betonte Gandler. Tritscher, Baldauf, Hake und Stadlober hatten bei den Winterspielen in Südkorea Rang 13 belegt.




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