Slalom-Damen mit gutem Team-Spirit nach Levi

Der Team-Spirit ist da, das Feuer soll beim Slalom-Doppel in Levi entfacht werden: So fasste Gruppentrainer Hannes Zöchling die Stimmung unter Österreichs Ski-Technikerinnen zusammen. Erst gerade vom viertägigen Training in Kaabdalis zurückgekommen, ging es am Mittwoch mit der Charter ab Zürich erneut in den Hohen Norden. Aufgrund der Corona-Situation war die Unterbrechung des Lappland-Aufenthaltes notwendig, um in der Weltcup-Bubble nach Kittilä nahe Levi zu fliegen.

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Katharina Liensberger war im Training die Schnellste

In Schweden wurden zwei Tage auf eisigharter Piste gearbeitet, ehe es für die zweite Kurshälfte wärmer wurde. "Am Sonntag mussten wir sogar salzen", berichtete Zöchling, der dem Training bei unterschiedlichen Verhältnissen aber einiges abgewinnen konnte. Was die Form der Damen betrifft, so attestierte er Katharina Liensberger "aktuell unsere Schnellste" zu sein. Grundsätzlich habe man viel Umfang trainiert, alle seien gut vorbereitet. "Und ich glaube auf einem guten Level."

Mit den regelmäßigen Covid-Tests hätten seine Läuferinnen umzugehen gelernt, erzählte Zöchling im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Ich merke auch nicht, dass die ganze Situation psychisch was mit ihnen macht. Wir sind alle realistisch. Die Situation ist, wie sie ist, man muss flexibel bleiben." Das sei man grundsätzlich auch gewöhnt, denn bei einer Freiluftsportart können immer rasch alles anders sein.

"Haben wir in der Vergangenheit geschaut, wo sind gute Trainingsbedingungen, gute Pisten, wo passt das Wetter, so haben wir halt jetzt auch schauen müssen, dass das mit Covid zusammenpasst. Wir haben Gebiete ausgewählt, wo wir Appartements hatten, und Schrägaufzüge und Großraumgondeln haben wir vermieden." Man habe seinen Beitrag zur Sicherheit geleistet und alles bestmöglich so gestaltet, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. "Ich bin happy und froh, dass meine Mannschaft gut durchgekommen ist." Statistisch gesehen sei es aber nur eine Frage der Zeit, bis es eine erwische.

Gemäß dem Kalender des Internationalen Skiverbandes (FIS) habe man wie immer ganz normal die Saisonplanung erstellt. "Sich auf etwas freuen, hinarbeiten, Ziele erklären, das ist wichtig", sagte Zöchling, wohlwissend, dass rasch alles anders kommen könnte. Die nach Sölden und Levi dritte Weltcupstadion ist am 26. November Lech/Zürs mit einem Parallel-Riesentorlauf. Davor werde man zwei Tage im Westen Österreichs trainieren.




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