Siebenkämpferin Preiner erbrachte Olympialimit

Verena Preiner von der Union Ebensee gewann den IAAF Combined Events Challenge Bewerb in Arona (Spanien) mit neuer Bestleistung von 6.472 Punkten mit denen sie sich auf Rang 3 der aktuellen Weltjahresbestenliste setzen konnte. Die von Wolfgang Adler betreute Athletin schaffte damit auch die direkte Qualifikation für die olympischen Spiele in Tokyo 2020. Das Limit dafür liegt bei 6.420 Punkten.

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Verena Preiner beim Décastar Talence 2018

Für Wolfgang Adler kamen die Leistung für den frühen Zeitpunkt der Saison etwas überraschend: „Verena konnte ihr Leistungspotential heute sehr gut abgerufen, ich sehe vor aber sogar noch Reserven für die weitere Saison, vor allem in den Würfen. Verena ist stolz und überglücklich mit dieser Leistung. Bei den Hürden und Würfen machte sie sich das Leben selbst etwas schwer da sie zu nervös war.“

In den ersten Tag startete sie gut, und hatte nach 4 Bewerben bereits 22 Punkte mehr wie bei ihrer bisherigen Bestleistung (6.337p) vom Vorjahr in Berlin. Zu dem Zeitpunkt lag die Belgierin Noor Vidts mit einem ausgezeichneten ersten Tag 92 Punkte vor Verena.
Am zweiten Tag mit dem Weitsprung begann dann die Aufholjagd von Verena wo sie mit 6,34 Meter eine großartige Bestleistung im dritten Versuch sprang und auf die stärker eingeschätzte Belgierin Punkte gutmachen konnte. Im Speerwurf machte sie alles klar für den Sieg. Eine Zeit unter 2:12,50 Minuten über 800 Meter brauchte sie dann für die 6.420 Punkte.
Voller Angriff war hier ihre Taktik, sie setzte sich sofort an die Spitze und sprintete die erste Runde in 1:00 Minuten an. Am Ende waren es dann starke 2:08,83 Minuten und 6.472 Punkte.
Damit liegt sie momentan auf Rang 3 der Weltjahresbestenliste!
Ihre Einzelleistungen: 100H 13,66s / Hoch 1,75m / Kugel 14,00m / 200m 24,21s / Weit 6,34m / Speer 48,76m / 800m 2:08,83min
Platz 2 ging an Noor Vidts mit 6.194 Punkten und Platz 3 Vanessa Chefer (BRA) 5.955 Punkte.

Der Qualifikationsmodus im Siebenkampf für die olympischen Spiele in Tokyo
Neben der direkten Qualifikation für die olympischen Spiele, die geforderten 6.420 Punkte übertrafen 2018 nur 7 Athletinnen, kann man sich auch über das neu eingeführte IAAF World Ranking qualifizieren. Das Starterfeld wird mit Limitschluß (29.Juni 2020) auf 24 Siebenkämpferinnen aufgefüllt.
Der Zeitraum für Qualifikation startete mit 1.Jänner 2019. Von den beiden in diesem Zeitraum erzielten höchsten IAAF Scores wird der Durchschnitt gerechnet. Es zählen der Siebenkampf sowie Hallen Fünfkampf für das Ranking. Über dieses komplizierte Ranking müssen sich Verena Preiner und ihr Trainer Wolfgang Adler jetzt nicht mehr den Kopf zerbrechen.

Der Weg zu den olympischen Spielen für Dadic und Lagger
Ivona Dadic (Union St.Pölten) ist mit ihrem österreichischen Rekord von 6.552 Punkten aus dem Vorjahr für die Weltmeisterschaften in Doha qualifiziert, das Limit liegt bei 6.300 Punkten. Für die direkte Qualifikation für Tokyo muss sie heuer oder nächstes Jahr 6.420 Punkte übertreffen, sofern sie verletzungsfrei bleibt sollte das kein Problem sein. Ihren ersten Siebenkampf bestreitet sie Ende Juni in Ratingen. Im IAAF World Ranking liegt sie derzeit auf dem sicheren Quotenplatz 6 (1263 Punkte) aufgrund ihrer guten Ergebnisse bei den Europameisterschaften und Hallen Weltmeisterschaften. Der Score der Hallen WM zählt bereits für die Qualifikation.

Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) hat sich heuer in Götzis mit 6.042 Punkten für die U23 Europameisterschaften qualifiziert. Derzeit liegt sie knapp außerhalb der 24 Quotenplätze (Platz 25, 1144 Scoring Punkte). Ihre besten gewerteten Mehrkämpfe (Platz 10 Götzis 2018 und Platz 2 bei der U20 WM 2018) fallen aber aus dem Ranking für 2020. Sie muss also noch Punkte gutmachen oder die direkte Qualifikation über das Limit schaffen. Nach Abschluss ihrer Matura und der Konzentration auf den Leistungssport kann sie ihre Bestleistung von 6.225 Punkten sicher noch verbessern.



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