Schwab nach Premierenjahr auf Europa-Tour voll etabliert

Matthias Schwab hat in seinem Premierenjahr auf der Golf-Europa-Tour alle Turniere gespielt, die für ihn als Absolvent der "Tour School" möglich waren. Bei 28 Antreten hat der Steirer in der vergangenen Saison 20 Mal den Cut geschafft und sich als 72. der Jahreswertung voll etabliert. Für 2019 will sich der fast 24-Jährige weiter entwickeln und hat sich die erste Major-Teilnahme zum Ziel gesetzt.

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Schwab bereits in der Europa Tour eta

Dank seines guten Abschneidens kann Schwab in der schon begonnenen Saison "überall spielen, wo ich will". Nach den ersten zwei Turnieren folgt nun eine Pause bis zum Turnier in Abu Dhabi ab 16. Jänner. Aus Mauritius mit schwülem 30-Grad-Wetter kam er am Montag gerne zurück in die Steiermark, wo u.a. aktive Regeneration beim Skifahren auf dem Programm steht.

Das weitere Programm des Rohrmoosers nach drei Turnieren im Mittleren Osten steht noch nicht fest. Für ihn und seinen Caddie Simon Hartweger werde es 2019 jedenfalls einfacher, glaubt er. "Vergangene Saison war eine extreme Lernphase, wir haben keinen der Plätze gekannt, mit den Infos von heuer wird es leichter", erklärte Schwab in Wien.

Als Fan von Spielstatistiken verfolgt Schwab seine Entwicklung genau. "Da kann man viel herauslesen", betonte der Absolvent der Vanderbilt Universität in den USA. Möglichkeiten der Verbesserung gebe es noch genug. Die Treffergenauigkeit bei den Drives sei nicht gut gewesen, er habe zuwenige Birdies geschafft, sagte Schwab. Anderseits seien das Eisenspiel und die Annäherungsschläge "ganz gut" gewesen, er habe wenige Bogeys zugelassen. "Die Konstanz war schon relativ gut", bilanzierte Schwab.

"Besser spielen als letztes Jahr", nannte Schwab ein Ziel für 2019. Ein weiteres ist es, erstmals bei einem Major-Turnier abzuschlagen. Er hat auf der Tour schon gemeinsame Runden mit Top-Ten-Spielern der Weltrangliste absolviert und war beeindruckt. "Mit welchem Selbstverständnis sie spielen, wie sie von sich überzeugt sind und wie sie nach schlechten Schlägen zurückkommen."

Ziele, was Resultate betrifft, klammerte Schwab aus ("Ich kann nicht beeinflussen, wie die anderen spielen") und auch die Position in der Weltrangliste - aktuell ist er 223. - ist vorerst von geringer Bedeutung. Das werde erst interessant, wenn es um die Top 100 oder die Top 50 und die damit verbundenen Turnierstarts bei Majors bzw. WGC-Turnieren gehe, sagte Schwab.

Österreichs aktuelle Nummer 2 sieht sich vorerst weiterhin in der Situation, vor allem Erfahrung zu sammeln. Auch was den Einsatzplan vor wichtigen Turnieren betrifft. "Heuer habe ich nach vier Turnieren am Stück die beste Form gehabt. Aber ich muss noch herausfinden, wo ich die großen Rolex-Turniere (Dotation 7 Mio. Dollar, Anm.) am besten platziere. Da brauche ich noch zwei bis drei Jahre", erklärte Schwab.

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