Polcanova nach EM-Medaillen-Triple auf Weltcup-Prüfstand

Kaum von den Europameisterschaften in Alicante heimgekehrt, ging es für Sofia Polcanova am Dienstagvormittag schon weiter zum von Freitag bis Sonntag angesetzten Tischtennis-Weltcup in Chengdu. Motiviert von ihrer Ausbeute in Spanien von zweimal Silber und einmal Bronze, nimmt es die 24-Jährige am Wochenende mit der Weltelite auf. Zweite österreichische Aktive im 20-köpfigen Feld ist Liu Jia.

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Polcanova ist als Nummer acht gesetzt

Gesetzt wurde gemäß der September-Weltrangliste, demgemäß ist Polcanova die Nummer acht. Damit bleibt ihr die Gruppenphase erspart, für die Oberösterreicherin geht es erst am Samstag im Achtelfinale los. Alle anderen sieben Gesetzten sind Asiatinnen. Außer den chinesischen Lokalmatadorinnen Zhu Yuling und Ding Ning sowie den Japanerinnen Kasumi Ishikawa und Miu Hirano gehören noch die Südkoreanerin Shu Hyo-won, Doo Hoi Kem aus Hongkong und Cheng I-Ching aus Taiwan zum elitären Kreis.

Liu Jia ist die Nummer 16 in der Setzliste. Sie spielt am Freitag in einer von vier Gruppen gegen die Rumänin Bernadette Szocs und die US-Amerikanerin Wu Yue um zwei der übrigen acht Plätze im Achtelfinale, die jeweiligen Top zwei kommen weiter. Außer den beiden Österreicherinnen und Szocs wird Europa durch Elizabeta Samara (ROU), Li Jie (NED), Matilda Ekholm (SWE) und Georgina Pota (HUN) vertreten. Jeder Kontinent ist wie im Reglement vorgesehen zumindest mit einer Teilnehmerin dabei.

Liu stellt mit ihrem Antreten einen Weltcup-Rekord auf, ist es doch ihre 13. Teilnahme. Den bisherigen Bestwert hat die 36-Jährige gemeinsam mit Tie Jana aus Hongkong gehalten. Ihre Premiere bei diesem einmal im Jahr ausgetragenen Event hat die Mutter der mittlerweile schon siebenjährigen Anna im Jahr 2001 gegeben.

Sechsmal erreichte die Europameisterin 2005 ein Weltcup-Viertelfinale, weiter ging es bisher nicht. Um das diesmal zu toppen, braucht Liu zwei Siege in der K.o.-Phase. Das Weltcup-Gesamtpreisgeld beträgt 250.000 Dollar (knapp 213.000 Euro), wobei 60.000 Dollar für die Finalsiegerin abfallen. Als "Competiton Manager" des Weltverbandes (ITTF) fungiert übrigens Karl Jindrak. Er hatte im Frühjahr bei Antritt des Postens des ÖTTV-Sportdirektors angekündigt, diesen seit 2006 ausgeführten ITTF-Job bei einigen Turnieren auch weiterhin auszuüben, soweit es mit seiner Arbeit im österreichischen Verband vereinbar ist.



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