Platz 4 in der Motorsport Arena Oschersleben für Mario Kuprian und das AMP Drift Team

Der 6. Lauf der Driftkings Europe in Oschersleben war eines meiner schwierigsten Rennwochenende überhaupt. Nicht nur die 780 Kilometer weite An & Rückreise was anstrengend, sondern auch das driften.

Nach unserem Getriebeschaden in Melk wurden einige Dinge am AMP Nissan umgebaut. Ein verstärktes Getriebe mit anderer Übersetzung des 2. und 3. Ganges, sowie eine neue Diffsperre mit weniger Sperrwirkung als vorher. Genau diese zwei Umbauten machten wir das driften in Oschersleben fast zur Qual. Die Strecke in der Motorarena Oschersleben ist sicher eine der schönsten und schnellsten im Rennkalender. Die Tripel Links mit anschließender scharfen rechts Kurve und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 130-160KMH waren gleich von anfang an schwer für mich zu driften. Das Auto hatte durch die neue Sperre soviel Grip, dass es nicht quer gehen wollte. Auch die andere Übersetztung war nicht optimal. Im dritten Gang war ich im Begrenzer und im vierten zu untertourig unterwegs. Auch das abmontieren des Heckspoilers und etwas zugabe von Sturz half nicht wirklich. Als letztes waren nur noch die 4 Stück Strassenreifen, die wir im Falle von einsetzenden Regen immer mithaben, eine Option. Also probierte ich den letzten Trainingslauf damit, und das Auto ging endlich wieder quer. Gleich nach dem Training begann das Qualli und ich hatte nur zwei Versuche mich zu qualifizieren. Der erste war schon mal eine Null, da ich voll ins Kiesbett abflog. Jetzt noch einen Fehler und wir waren raus. Den zweiten Lauf driftete ich auf Sicherheit um wenigstens einige Punkte abzustauben. Ergebnis Platz 10 in der Qualli.

Am Rennsamstag ging es dann in die Battles und mein erster Gegner war wie auch in Melk, Alexander Kavalier aus Österreich. Ich konnte gegen Alex gewinnen und stieg in die Top 8 aus. Dort wartete schon der zweitplatzierte aus der Qualli, Maxi Grimm auf mich. Maxi wollte etwas zu viel und räumte zwei Pilonen ab. Mein Leadrun war fehlerfrei und ich war in den Top 4. Jetzt ging es um den Einzug ins Finale oder Halbfinale. Mein gegner war der Sieger aus Modena wo ich hinter ihm zweiter wurde. Aleandre Strano aus Frankreich mit seinem BMW E36. Leider hatte ich gegen Strano keine Chance und zog mit Landsmann Olli Walton in Halbfinale ein. Jetzt ging es um Platz 3 oder 4. Ich konnte Olli gut folgen und war noch nie an diesem Wochenende so knapp an einem Gegner drann wie hier. Beim Umlegen in die Rechtskurve dann das Maloer. Der dritte Gang ging nicht richtig rein und sprang wieder raus. So war ich kurz gerade und verlor alle Punkte. Olli konnte sich den 3. Platz sichern und ich wurde vierter. Ein Wochenende wo wir wieder sehr viel gelernd haben und uns viele Punkte für die Meisterschaft holen konnten. Momentan sind wir noch auf demdritten Gesamtrang knapp hinter Maxi Grimm aus Deutschland. Die entgültige Entscheidung fällt am 6. Oktober in Griechenland.

 



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