Pilhatsch im WM-Rückensprint als Semifinal-2. ins Finale

Die 19-jährige Caroline Pilhatsch hat am Freitag für die erste österreichische Finalteilnahme bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften der Schwimmer in Hangzhou gesorgt. Und das mit einem kleinen Paukenschlag, denn die Steirerin markierte im Semifinale über 50 m Rücken die zweitbeste Semifinalzeit und ist damit im Endlauf am Samstag (13.10 Uhr MEZ) unter den Medaillenanwärterinnen.

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Caroline Pilhatsch schaffte den Einzug ins Semifinale

Zweimal markierte Pilhatsch am vierten Wettkampftag dieser Titelkämpfe österreichischen Rekord, nachdem sie schon am Vortag im Rückensprint so schnell wie nie zuvor gewesen ist. Doch da hatten ihre 26,66 Sekunden nicht für die Rekordlisten gezählt, da es als Startschwimmerin der OSV-Mixedstaffel war. Im Freitag-Vorlauf drückte die Grazerin aber ihre nationale Bestmarke von der Kopenhagen-EM 2017 in 26,51 Sek. um 21/100 und legte im Semifinale mit 26,21 ordentlich nach.

"Ich musste volles Risiko gehen. Nur so kann man weiterkommen", schilderte Pilhatsch ihren Lauf. Zwar war sie im Vorlauf Fünftschnellste gewesen, doch das Feld war sehr dicht zusammengelegen. Schließlich konnte die Athletin von AT Graz jubilieren: "Es ist alles voll aufgegangen. Und dass ich jetzt im Finale stehe, ist der absolute Hammer und die Belohnung für viele Entbehrungen. Ich habe davon geträumt, jetzt ist es wahr. Unglaublich."

Für den Endlauf hält Pilhatsch alles für möglich. "Da werde ich alles geben und noch einmal volles Risiko gehen, alles ausreizen, was geht", erklärte die Junioren-Europameisterin von 2015. Als zweitbeste Semifinalistin wird sie den Endlauf von Bahn fünf aus in Angriff nehmen, an einen Medaillengewinn denke sie aber nicht. "Das kommt von alleine, wenn es so sein soll. Heute war ich zeitlich dabei, aber die anderen werden morgen sicher noch zulegen. Das muss ich wahrscheinlich auch."

Es sei ein Mega-Gefühl, dass sie das so gut erledigen konnte. "Ich freue mich jetzt auf das Finale. Soll kommen, was will. Ich nehme alles." Pilhatsch sorgte für die österreichischen Rekorde vier und fünf der OSV-Equipe in China sowie für die erste Finalteilnahme bei den 14. Welttitelkämpfen auf der 25-m-Bahn. Die bisher besten Platzierungen sind die Ränge 10 (Bernhard Reitshammer), 11 (Lena Kreundl) und 13 (Heiko Gigler) über 100 m Lagen. Pilhatsch hat zumindest Platz acht fix.

Semifinal-Schnellste war die US-Amerikanerin Olivia Smoliga in 26,06 Sekunden. Hinter Pilhatsch reihten sich die Britin Georgia Davies und die Japanerin Miyuki Takemura mit 26,28 bzw. 26,31 Sekunden ein. Der letzte Finalplatz ging mit 26,54 weg. Die eigentlich klare Goldfavoritin Etienne Medeiros schied als Semifinal-15. (26,91) aus. Die brasilianische Weltrekordhalterin war beim Start ausgerutscht und konnte den sich eingehandelten Rückstand nicht mehr wettmachen.




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