Oswald/Polasek zogen ins Endspiel von Kitzbühel ein

Philipp Oswald und Filip Polasek stehen im Endspiel des Generali Open in Kitzbühel. Das österreichisch-slowakische Duo, das in der Gamsstadt als Nummer 2 gesetzt ist, rang am Freitag im Halbfinale Roman Jebavy/Matwe Middelkoop (CZE/NED-3) nach 67 Minuten mit 6:2,3:6,10:3 nieder. Für den Vorarlberger ist es nach dem Titel in Umag und dem Finale in Gstaad schon das dritte Endspiel 2019.

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Von links Filip Polasek (SVK) und Philipp Oswald (AUT)

Insgesamt steht der 33-jährige Vorarlberger, der nun im Doppel-Ranking auf Platz 45 klettern wird, schon zum 16. Mal im Finale eines ATP-Tour-Events. Bisher hat der verheiratete Oswald neun Titel geholt, in der Heimat fehlt ihm aber noch ein Triumph. Es ist auch der erste Titelkampf auf der Tour in Österreich für ihn.

"Das ist mega. Ich habe vor zwei Wochen keinen Partner gehabt für Kitzbühel", freute sich Oswald, der mit Polasek eigentlich schon länger fix zusammenspielen wollte. "Dann sind wir in Wimbledon nicht reingekommen und dann hat ihn (Ivan) Dodig gefragt. Ich bin dann mit Jebavy ins Achtelfinale gekommen und Polasek hat zu gut gespielt und war mit Dodig im Halbfinale. Dann hat ihn Dodig mir abgeworben", erzählte "Ossi" Oswald, der dieses Jahr schon mit elf (!) verschiedenen Partnern auf der Tour gespielt hat.

"Für Umag habe ich dann zum Glück den (Robin) Haase gefunden, was ja dann auch super funktioniert hat", erinnerte er lachend an den Titel in Kroatien mit dem Niederländer. "Aber für Kitzbühel waren die Guten alle schon weg in Richtung Montreal und von den Einzelspielern wollte keiner doppeln." Dann hat sich Polasek doch bereit erklärt, für Oswald bei dessen Heimturnier nach Kitzbühel zu kommen. "Es ist ein Traum, dass ich vor heimischen Publikum im vollen Stadion spielen darf. Jeder, der da im Finale gespielt hat, sagt, das ist das beste 250er-Finale, was du spielen kannst, weil immer die Hütte voll ist."

Oswald waren zu Jahresbeginn viele Punkte aus dem Ranking rausgefallen, die er im Vorjahr mit Max Mirnyi geholt hatte. Daher hat er auch so viele wechselnde Partner. "Das Ranking ist ja die Visitenkarte. Jetzt schaut es wieder besser aus. Das Ziel ist, dass ich nach den US Open einen fixen Partner finde." Bis zu den US Open sind alle für ihn interessanten innerhalb der Top 50 schon verabredet, erzählte Oswald, der nun mit dem Schweden Robert Lindstedt in New York antreten wird.

In Cincinnati kommt er auch nicht ins Turnier mit seinem Ranking. "Da bräuchte ich einen Spieler aus den Top 30." Eventuell könnte sich für ihn vor den US Open noch Winston-Salem ausgehen. Möglicherweise habe er dann kurzfristig den zwölften Partner (Lindstedt könnte für das kleinere Turnier zu weit hinten liegen, Anm.). "Bevor ich mit dem 13. dann in New York spiele. Aber ich komme rum in der Doppeltour", scherzte der äußerst humorvolle Vorarlberger.

Als aktuell drittbester Doppelspieler Österreichs hat natürlich auch er den Traum von Olympia 2020 in Tokio noch nicht aufgegeben. "Olympia ist ein Riesenziel von mir. Momentan sind wir drei, da wird einer durch die Finger schauen. Aber es gibt noch den Alex Peya, der hat ein 'protected ranking' von 19 und es ist ja noch ein Jahr bis dahin. Vielleicht sind wir dann vier und es ergibt sich, dass wir dann zwei Teams in Tokio haben."




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