OSV-Team bei Kurzbahn-WM in China mit kleinen Finalchancen

Ein Dutzend österreichischer Schwimmer nimmt ab Dienstag die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Hangzhou in Angriff. Die OSV-Erwartungen in China liegen bei Platzierungen im Semifinalbereich, da und dort ist das Erreichen eines Endlaufs in Reichweite. Zur ersten rot-weiß-roten WM-Medaille seit jenen von Markus Rogan in Silber und Bronze 2010 in Dubai wird es aber wohl nicht reichen.

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Symbolfoto Sportart Schwimmen

Denn das österreichische Team ist ein noch junges - an Lebens- und Karriere-Jahren. Bezeichnend, dass die erst 21-jährige Lena Kreundl als einzige des diesmaligen Aufgebots bereits vor sechs Jahren bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Chartres/FRA dabei gewesen ist. Rogan, die Jukic-Geschwister Mirna und Dinko sowie Fabienne Nadarajah hatten ihr jeweils letztes Rennen da schon hinter sich, mittlerweile auch Athleten wie Birgit Koschischek, Lisa Zaiser und Martin Spitzer.

Das klare Vorhaben Endlauf-Einzug hat Caroline Pilhatsch. "Über 50 m Rücken ist das Ziel, in das Finale zu kommen", sagte die Ex-Junioreneuropameisterin im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Die Steirerin blickt auf eine geglückte Vorbereitung zurück, in der sie u.a. in Potsdam im Strömungskanal war. "Wir haben für die Schnelligkeit mehr oder weniger sehr fokussiert gearbeitet." Über 100 m Rücken strebt die Grazerin das Semifinale an.

Bei den Herren könnte es in Abwesenheit von Felix Auböck bei einem optimalen 200-m-Rennen Brustlagenspezialist Christopher Rothbauer in den Bereich der Finalplätze schaffen. "Auf 200 m auf der Kurzbahn ist alles möglich. Plus/minus fünf Zehntel sind da drei, vier Plätze", meinte der Wiener. "Aber ins Finale zu kommen, wird eng. Da muss ich schon deutlich (persönliche, Anm.) Bestzeit schwimmen." Über 100 m Brust ist Rothbauer ein Kandidat für eine Semifinal-Teilnahme.

Mit einem Finaleinzug über 400 m Kraul darf Marlene Kahler spekulieren, allerdings ist die erst 17-Jährige Mitte der Woche mit einer Kehlkopf-Entzündung nach Asien gereist. Patrick Staber wiederum hofft auf die 400 m Lagen am Schlusstag der sechstägigen Titelkämpfe und da auf eine Top-12-Platzierung. "Ich denke, dass ich so Richtung Top 12, Top 10 was machen kann", verriet der Südstadt-Schwimmer. Semifinalchancen über 100 m Lagen haben Kreundl und Bernhard Reitshammer.

Von den zwölf OSV-Aktiven stammen drei Viertel aus zwei Stützpunkten. Rothbauer, Staber, Kahler, Lena Grabowski und Sascha Subarsky werden in der Südstadt vom Ungarn Balasz Fehervari betreut. Unter dem Coaching von Linz-Trainer Marco Wolf stehen Kreundl, Reitshammer, Alexander Trampitsch und Cornelia Pammer. Weiters sind die in der Steiermark trainierenden Pilhatsch und Claudia Hufnagl sowie der Kärntner Heiko Gigler im Team.

Das auch für vier Staffeln genannte OSV-Team ist bereits sechs Tage vor Beginn der Wettkämpfe abgereist, damit der Jetlag bei sieben Stunden Zeitunterschied zu Mitteleuropa nicht leistungsmindernd wirkt. "Die Erwartung ist, dass wir (persönliche, Anm.) Bestzeiten schwimmen", sagte Delegationsleiter bzw. OSV-Sportdirektor Walter Bär. Auf etlichen Distanzen rechnet sich der Mödlinger Chancen auf Top-16-Plätze aus. "Alles andere ist Draufgabe", erläuterte Bär.



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