ÖSV im Countdown auf die Utah-WM voll im Plan

Nicht nur bei den alpinen Skirennläufern läuft der Countdown für die Weltmeisterschaften in Aare, auch die Snowboarder bereiten sich auf ihr am 31. Jänner beginnendes Saison-Highlight in Park City/Solitude in Utah vor. Die Athleten des Österreichischen Skiverbands erledigen ihre Hausaufgaben tadellos. Um das 2017er-Ergebnis zu toppen, gehört aber auch Glück dazu.

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Claudia Riegler gewann den Parallel-Slalom in Bad Gastein

Doppel-Gold für Andreas Prommegger im Parallel-Riesentorlauf und Parallel-Slalom, Gold für Daniela Ulbing im Parallel-Slalom, jeweils Silber für Benjamin Karl in diesen zwei Rennen sowie im Freestyle-Bereich die Goldmedaille im Big Air für Anna Gasser - mit sechs Medaillen (4/2/0) war Österreich im Medaillenspiegel der Snowboard- und Ski-Freestyle-WM vor zwei Jahren in der Sierra Nevada an der dritten Stelle gelandet.

"Das war einzigartig, das freut uns sehr, das haben wir in unserem Kopf drinnen. Das kann helfen, wir wissen, dass wir stark sind. Wir wissen, dass wir so etwas wiederholen können. Das ist natürlich sehr schwer, aber wir fahren mit berechtigten Medaillenchancen nach Amerika. Das zeigen unsere Leistungen bisher", sagte Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV, zur APA - Austria Presse Agentur.

"Unsere Wettkämpfer sind wettkampfstark, vielleicht pusht sich das wieder so. Das war in der Sierra extrem lässig. Ich schließe nicht aus, dass es wieder so ausgeht", fügte er an. Nicht in allen Sparten gibt es vor dem Saison-Höhepunkt noch Weltcuprennen, der frühe WM-Termin sollte aber dennoch kein Problem darstellen. "Unsere Athleten haben gezeigt, dass sie stark und konstant fahren, egal wann in der Saison."

Im Parallel-Bereich gab es in bisher drei Einzelrennen einen Sieg durch Claudia Riegler am Dienstag in Bad Gastein im Slalom, sowie weitere sechs Stockerlplätze durch Karl (Zweiter und Dritter PGS, Dritter PSL), Sabine Schöffmann (jeweils Dritte PGS und PSL) und Sebastian Kislinger (Dritter PGS). Im Freestyle-Bereich gewann Gasser im Big Air den Bewerb in Peking und wurde in Modena Dritter, Clemens Millauer war in Peking Dritter. Die Crosser freuten sich über Rang drei durch Hanno Douschan und vier durch Lukas Pachner in Cervinia.

Der ÖSV wird bei der WM im Parallelsport, Snowboard Cross sowie Big Air und Slopestyle vertreten sein. Die Halfpipe wird nicht besetzt. Im österreichischen Lager bedauert man, dass im Cross der Teambewerb nicht wie im Weltcup bisher für Herren und Damen getrennt, sondern erstmals als Mixed ausgetragen wird. Das wird auch bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking so sein.

"Uns fehlen die weltcupstarken Damen, da sind wir nicht konkurrenzfähig. Ich finde es gut, dass man die Damenquote gleich hoch wie die der Herren halten will. Aber man sollte den Nationen entsprechende Vorlaufzeiten einräumen, dass sie sich darauf vorbereiten können", sagte Galler. Auch im ÖSV werde man umdenken und schauen müssen, dass man wieder eigene Damengruppen ins Leben ruft.

Im Gegensatz dazu gibt es bei der WM überhaupt keinen Parallel-Teambewerb, im Weltcup wird dafür sogar eine kleine Kristallkugel verteilt. Hintergrund ist, dass der amerikanische Veranstalter diese Sparte überhaupt nicht im Programm haben wollte. "Das war ein ziemlicher Kampf. Sie haben geglaubt, sie können sich einem WM-Veranstaltervertrag widersetzen und uns relativ lange zappeln lassen. Lächerlich, was die aufgeführt haben. Es gibt ein Rennveranstaltungsprogramm von der FIS, daran sollte man sich halten", ärgert sich Galler immer noch.




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