Österreichs Tischtennis-Asse rüsten sich für EM

Von 18. bis 23. September finden die 37. Tischtennis-Europameisterschaften statt. Erstmals in der Geschichte werden die Kontinentalwettkämpfe auf spanischem Boden, in Alicante ausgerichtet. Zur Austragung kommen fünf Bewerbe: Einzel und Doppel bei den Damen und Herren sowie das Mixed. Österreichs Tischtennis Elite macht seit Jahren auf sich aufmerksam und die Athleten wollen in Spanien mit ihrer Bestform glänzen.

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 Habesohn nach starkem Saison-Auftakt auf EM-Topplatz aus

Österreichs Tischtennis-Elite macht seit Jahren mit Erfolgen auf sich aufmerksam. Und genau das wollen die Athleten von 18. bis zum 23.September in Alicante bei den Kontinental-Meisterschaften in den Individualbewerben einmal mehr deutlich unter Beweis stellen. Auf Basis, der am Sonntag, 16. September erfolgten Auslosung, stehen ab Dienstag fünf Österreicher als Gesetzte fix in den Einzel-Hauptbewerben. Die topgesetzte Sofia Polcanova, Liu Jia (10) bzw. Daniel Habesohn (13), Stefan Fegerl (20) und Robert Gardos (21) müssen daher erst am Donnerstag an die Platte. Gleiches gilt für die Doppelpaarungen Gardos/Habesohn, Polcanova/Jana Noschkowa (RUS) und Liu/Solja bzw. das Mixed Fegerl/Polcanova. Die Nennung des Mixed-Duos Habesohn/Solja wurde zurückgezogen. In der Mixed-Qualifikation ist Österreich daher nicht vertreten.

Bester Österreicher Habesohn auf Medaillenkurs

Ein heißer Anwärter auf einen Spitzenplatz ist Daniel Habesohn. Habesohn ist derzeit bester Österreicher, brilliert seit einem Jahr in seiner Höchstform. In der deutschen Bundesliga spielt er für Mühlhausen und führte die Thüringer in die Champions League. Dann holte Habesohn Staatsmeister-Gold und wurde zuletzt auf der World Tour jeweils Fünfter. Nach den beiden Viertelfinal-Teilnahmen auf der World Tour schaffte der Wiener im September Ranking den Sprung auf den 41.Weltranglistenplatz. Positiver Side-Effekt ist eine Top-16-Setzung für die kontinentalen Meisterschaften.

Einerseits schreibt Habesohn den Aufschwung seinen Trainingseinheiten innerhalb der Saisonvorbereitung zu. Andererseits scheint der Wiener ein weiteres Erfolgskonzept zu haben: "Ich mache jetzt verstärkt physiotherapeutische Sachen“, erklärte der 32-Jährige der APA - Austria Presse Agentur - vor seiner Abreise. Seine Frau ist nämlich ausgebildete Physiotherapeutin. "Ich bin jetzt körperlich fitter und stabiler. Momentan geht es von Sieg zu Sieg“.

Im Doppel tritt der Familienvater in Alicante wieder mit Gardos an. Insgesamt drei EM-Medaillen können Daniel Habesohn und sein Doppel-Partner Robert Gardos bereits ihr Eigen nennen. Für den Wahlwiener Gardos werden es Heim-Europameisterschaften. In Spanien fühlt sich der Wahl-Tiroler immer wohl, wurde beim Challenge Turnier in Guadalajara starker Zweiter. "Früher haben wir mehr Doppel miteinander trainiert. Da hatten wir die Erfolge. Jetzt hoffen wir wieder auf eine Medaille", so Habesohn gegenüber der APA. Die Vorzeichen der beiden Athleten stehen also soweit gut.

Sofia Polcanova kämpft um Einzelsieg

Interessant wird es auch bei den Damen. „Europas First Lady“ Sofia Polcanova führt seit Mai das Europaranking in der Weltrangliste an. „In Spanien bin ich im Einzel topgesetzt“, erzählt Polcanova, der dieser Umstand alleine noch keinen zusätzlichen Druck verleiht. „Im Gegenteil, es ist eine Auszeichnung! In Spanien hoffe ich, dass ich nach Teamsilber 2014 meine erste Individual-Medaille holen kann“, sagt die 24-Jährige, die aber auch mit Stefan Fegerl im Mixed und mit der Russin Yana Noskova im Damen-Doppel Medaillenchancen hat.

Immer auf der Rechnung muss man auch Liu Jia haben, die mit der Routine von vier Einzelmedaillen ins Turnier startet. Die Linzerin holte sich als erste Österreicherin den deutschen Frauen-Meistertitel, qualifizierte sich zuletzt im Cup für das Final Four und will in Spanien nochmals groß aufzeigen. (st)




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