Österreich verliert in EURO-Quali gegen Bosnien-Herzegowina 21:27

Österreichs Handball Männer Nationalteam muss sich auswärts in der Qualifikation zur EHF EURO 2022 Bosnien Herzegowina 21:27 (10:11) geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, erspielten sich die Gastgeber nach Seitenwechsel rasch eine Drei-Tore-Führung und profitierten in der Schlussphase von Fehlern der Österreicher im Angriff. Mit der 21:27-Niederlage steht Österreich in der EURO-Quali für die beiden abschließenden Spiele am 29. April in Estland und am 2. Mai zuhause gegen Bosnien-Herzegowina unter Druck, braucht aus diesen beiden Duellen die vollen Punkte um sich für die Endrunde in Ungarn und der Slowakei zu qualifizieren.

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Mit der 21:27-Niederlage steht das Team von Head Coach Aleš Pajovič für die abschließenden Spiele in der EURo-Quali unter Druck

Es war, wie zu erwarten, kein Spiel für schwache Nerven. Während Österreich seinen ersten Angriff nicht erfolgreich abschließen konnte, legte hinten der 38-jährige Debütant Golub Doknic mit seiner ersten Parade einen Einstand nach Maß hin. Kurz darauf war er jedoch beim Führungstreffer der Bosnier machtlos. Auf beiden Seiten war das Spiel maßgeblich von den Deckungsreihen geprägt. Sorgte Janko Bozovic mit einem Knaller ins Kreuzeck noch für den 1:1-Ausgleich, sah sich Österreich nach Fehlern im Angriff und Paraden vom bosnischen Superstar Benjamin Buric plötzlich mit 1:5 im Hintertreffen.

Diesen Rückstand verwandelte man bis zur ?? Minute in eine 8:7-Führung, legte nach einem erfolgreichen Konter von Sebastian Frimmel sogar mit 9:7 vor. Bis zur Pausensirene drehte Bosnien-Herzegowina das Ergebnis allerdings nochmals auf 11:10.

Nach Seitenwechsel legten die Gastgeber rasch mit drei Treffern vor, bauten die Führung in der 41. Minute sogar auf 18:14 aus. Robert Weber und Sebastian Frimmel brachten Österreich nochmals bis auf zwei Tore heran, in der 48. Minute stand es jedoch abermals plus vier für Bosnien-Herzegowina – 21:17.

In der Schlussphase häuften sich dann leider die Fehler im rot weiß roten Angriff und auch Benjamin Buric war nun immer öfter zur Stelle. Bosnien-Herzegowina zeigte sich im Angriff effektiver, erhöhte den Abstand und setzte sich am Ende 27:21 durch. 

Für Österreich ist es die erst zweite Niederlage gegen die Bosnien-Herzegowina, die erste seit 24 Jahren. In der Qualifikation zur EHF EURO 2022 in Ungarn und der Slowakei steht man nun vor den abschließenden Spielen gegen Estland und Bosnien-Herzegowina unter Druck, braucht zwei Siege, um das Ticket für die Endrunde zu lösen.

ÖHB Teamchef Aleš Pajovic: „Bosnien-Herzegowina verfügt über eine gute Mannschaft, mit Spielern, die durchwegs bei guten Vereinen engagiert sind. Das hat man heute gesehen. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Wir sind zwar schlecht ins Spiel gestartet, sind dann aber zurückgekommen und lagen zur Pause nur 10:11 zurück. Nach Seitenwechsel hatten wir Probleme in der Abwehr, haben ihren Kreisläufer nicht unter Kontrolle gebracht. 16 Tore in der zweiten Halbzeit sind leider zu viel. Normalerweise spreche ich auch nicht über die Schiedsrichter, allerdings waren heute vier, fünf komische Entscheidungen dabei, die für so ein Spiel einfach zu viel sind. Unser Plan war, zwei Punkte zu holen. Mit der Niederlage stehen wir jetzt natürlich unter Druck. Unser Ziel bleibt unverändert, uns für die EURO zu qualifizieren. Dafür heißt es jetzt arbeiten, Gas geben und die vier Punkte gegen Estland und Bosnien-Herzegowina Ende April, Anfang Mai holen. Insgesamt bin ich mit der Woche zufrieden. Die Jungs waren motiviert, haben gut gearbeitet und auch die Stimmung in der Mannschaft war gut.“



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