ÖBSV-Team mit neuem Chefcoach in Bob-Weltcupsaison

Der Bob-Weltcup betritt bei seinem Saison-Auftakt von Freitag bis Sonntag Neuland. Sigulda ist die erste Station im Wettkampfkalender, und bisher waren Europacup-Rennen die höchstrangigen Bewerbe auf der lettischen Bahn. Viel Neues gibt es auch im nun von Franz-Josef Hofmann als Chefcoach angeführten österreichischen Lager. Im parallel startenden Skeleton-Weltcup fehlt Janine Flock vorerst.

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Flock nimmt für Olympia 2022 mögliche Ergebniskrise in Kauf

Hofmann tritt die Nachfolge von Manfred Maier an, der Vater von ÖBSV-Top-Pilot Benjamin Maier ist nun im Weltverband (IBSF) im Nachwuchsbereich tätig. Für den neuen Mann an der Spitze des rot-weiß-roten Betreuerteams ist das Tätigkeitsumfeld kein neues, gehörte der Deutsche doch in Österreichs Verband jahrelang als Bahntrainer dem Betreuerstab an. "Am 1. Juli habe ich offiziell übernommen, es gab aber schon Vorarbeiten im April und Mai", sagte Hofmann.

Im Oktober folgte ein zehntägiges Trainingslager in Whistler, wo vom 1. bis 9. März mit den Weltmeisterschaften gleichzeitig der Saisonhöhe- wie auch -schlusspunkt erfolgen wird. "Wir hatten Leih-Bobs, mit 18 Abfahrten war es aber ein gutes Trainingslager", berichtete Hofmann der APA - Austria Presse Agentur. Die Bahn selbst hatte von den Athleten davor nur einer der Piloten gekannt, nämlich Maier. Für Markus Treichl und Katrin Baierl war die Olympia-Eisröhre Neuland.

Nicht mehr dabei ist die Olympia-Zehnte Christina Hengster. Die 32-jährige EM-Dritte von 2017 hat nach 14 Jahren in diesem Sport erst Mitte November ihren Rücktritt bekanntgegeben, sie zog zu ihrem Freund in die Schweiz. Damit bleibt Beierl als einzige ÖBSV-Pilotin. Bei den Männern blieb zwar auf dem Piloten-Sektor alles beim Alten, viel Neues gibt es aber bei den Bremsern. Nicht mehr dabei ist ein Sextett, u.a. die Olympia-Athleten Ekemeni Bassey und Marco Rangl.

In den zwei Zweier-Besetzungen sind mit Maier/Markus Sammer sowie Treichl/Markus Glück drei Markus eingeplant. Für den Vierer sollen Danut Ion Moldovan und Kilian Walch bzw. das Duo Christian Huber und Sebastian Mitterer dazukommen. Hier gibt es da und dort aber noch Fragezeichen etwa wegen Beruf oder Präsenzdienst. Für Top-Ergebnisse soll natürlich primär Maier sorgen. Hofmann: "Top Ten, einige Ausreißer nach oben und manchmal vielleicht auf das Stockerl."

Auf der neuen Weltcup-Strecke in Sigulda wollte es das österreichische Team nicht auf den Zufall ankommen lassen, daher erfolgte die Anreise schon knapp zwei Wochen vor dem Saison-Auftakt. "Es ist eine sehr selektive Bahn. Sie hat Tücken, verzeiht keine Fahrfehler", begründete Hofmann, warum besonders viele Trainingseinheiten notwendig seien. Prompt stürzte die mit Valerie Kleiser fahrende Beierl vor dem für Dienstag angesetzt gewesenen ersten offiziellen Training schwer.

Neu ist bei den Männern auch, dass an diesem Wochenende zwei Zweier-Konkurrenzen stattfinden, nächste Woche in Winterberg dafür zwei Vierer-Bewerbe. Dort wird Flock dazustoßen, währenddessen in Sigulda von den österreichischen Skeletoni nur Christian Auer antritt. Flock ist in ihre Wettkampfsaison im Intercontinentalcup in Igls und Winterberg mit den Plätzen eins und 1/100 hinter der Olympia-Dritten Laura Deas gut gestartet.

Wettkampf-Kalender 2018/19: Weltcup Sigulda (7.-9.12.), Weltcup Winterberg (14.-16.12.), Weltcup Altenberg (4.-6.1.), Weltcup und EM Königssee (11.-13.1.), Weltcup Igls (18.-20.1.), Weltcup St. Moritz (25.-27.1.), Weltcup Lake Placid (15./16.2.), Weltcup Calgary (23./24.2.), WM Whistler (1.-9.3.))




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