Noch zweimal WM-Silber für Österreichs Rodler in Winterberg

Für Österreichs Kunstbahnrodler ist die WM in Winterberg erfolgreich zu Ende gegangen. In der Team-Staffel holten Hannah Prock, Reinhard Egger und die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller am Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe die Silbermedaille (+0,508 Sekunden). Weltmeister wurde überraschend Russland, der haushohe Favorit Deutschland musste sich mit Rang drei (0,531) begnügen.

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WM-Silber für Reinhold Egger

Damit bilanziert der ÖRV in Winterberg mit fünf Medaillen. Jonas Müller wurde Sprint-Weltmeister, Egger holte Silber im Einsitzer-Hauptbewerb und die Doppelsitzer Steu/Koller belegten sowohl im Sprint als auch im Hauptbewerb jeweils Rang drei. Rechnet man die Silberne von Prock in der U23-Wertung im Einsitzer-Bewerb hinzu, sind es gar sechs Medaillen.

Zwei Tage nach Sprint-WM-Gold für Jonas Müller holte Reinhard Egger am Sonntag im Einsitzer-Bewerb ebenfalls überraschend die Silbermedaille. Der Tiroler musste sich nur dem deutschen Olympiasieger und nunmehr sechsfachen Weltmeister Felix Loch um eine Zehntel geschlagen geben.

Nach dem ersten Lauf auf Rang fünf gelegen, blies Egger im zweiten Durchgang erfolgreich zur Aufholjagd. Für den 29-jährigen war es der zweite große Erfolg nach seinem Premieren-Weltcupsieg in Königssee vor drei Wochen. "Ich habe im Sommer hart gearbeitet, das hat sich jetzt ausgezahlt", jubelte der frisch gebackene Vizeweltmeister im ORF-Interview.

Weniger gut lief es für Eggers ÖRV-Teamkollegen. Ex-Weltmeister Wolfgang Kindl landete an der achten Stelle, Sprint-Weltmeister Müller kam im ersten Lauf zu Sturz und blieb dabei unverletzt. "Ich habe voll riskiert, mit ist ein Fehler passiert, es war ein Kippsturz. Es ist ziemlich schade, trotzdem bin ich richtig zufrieden mit dem Wochenende", resümierte Müller.

Größer war der Ärger bei Olympiasieger David Gleirscher, der nach Rang vier im ersten Lauf disqualifiziert wurde. Der Grund dafür war ziemlich banal, wie ÖRV-Präsident Markus Prock im ORF berichtete. "Dem Trainer ist ein Fehler passiert, es wurde die falsche Rodel zum Start gebracht. David ist mit der Rodel von Reinhard Egger hingegangen, es wurde gemessen, und erst dann hat man gemerkt, dass es die falsche Rodel ist. Es war menschliches Versagen, darf nicht passieren, ist aber passiert. Es tut uns leid für David", sagte Prock.

Gleirscher äußerte Unverständnis für die Jury-Entscheidung und vor allem für die deutschen Rodler, die Protest eingelegt und damit die Disqualifikation bewirkt hatten.




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