Max Kühner bleibt bei EM in Top-10

Max Kühner und Chardonnay liegen bei der EM in Rotterdam weiter auf Schlagdistanz zu den Medaillen. Trotz eines Abwurfs am Donnerstag in Runde 2, liegt das rot-weiß-rote Duo mit 4,40 Fehlerpunkten nur einen Abwurf vom Führenden Ben Maher (GBR) mit Explosion W, die bei 0,62 halten, entfernt.

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Springreiter Kühner bei EM auf Zwischenrang neun

Auf den Plätzen nach dem Zeitspringen und der ersten Team-Runde liegen der Schweizer Olympiasieger von London Steve Guerdat mit Bianca (1,31 Fehlerpunkte) und der Franzose Alexis Deroubaix mit Timon d'Aure (1,40). Insgesamt gab es auf dem 1,60 m hohen Kurs mit 14 Hindernissen und 17 Sprüngen bei 66 Startern nur 10 fehlerfreie Runden.

„Der erste Teil dieses anspruchsvollen Parcours hat uns sehr viel Kraft gekostet, es war dann nur eine leichte Berührung und die Stange ist gefallen. Wir werden am Freitag in der nächsten Runde wieder versuchen, unsere Chance auf die vorderen Plätze zu wahren“, sagt Max Kühner, der hier in Rotterdam bei der Regeneration seines 12-jährigen Sportpartners Chardonnay auf einen eigenen Pferde-Physiotherapeuten setzt.

Österreich schied in der Teamwertung aus, weil die übrigen Paarungen aufgeben mussten. „Man muss bedenken, dass von dem Team, das im Vorjahr das Nations Cup-Semifinale gewonnen hat, nur Chardonnay und ich hier waren“, erklärt Max Kühner und nimmt seine Mannschaftskollegen Roland Englbrecht, Matthias Raisch und Stefan Eder in Schutz. „Man muss auch dankbar sein, dass jemand das Risiko wagt, bei einem Championat, bei dem es für Österreich um die Olympiaqualifikation geht, nicht gut auszusehen.“

Equipechef Marcus Wallishauser bestätigt: „Diese Ausfälle im Vorfeld der EM waren für unser kleines Team, das noch im Vorjahr sensationell in die Europaliga 1 aufgestiegen war, leider nicht zu verkraften. Die gesamte Nationenpreis-Saison war eine Aneinanderreihung von Hiobsbotschaften. Angefangen mit der Schulter-OP von Max Kühner heute genau vor drei Monaten, über die Verletzung des Spitzenpferdes von Julia Houtzager-Kayser bis zum Ausschluss durch die FEI von Felix Koller.“

Bernd Brugger um 0,707 Punkte am Finale vorbei
In der Paradressur fiel am Donnerstagvormittag auch die Entscheidung im Individual Test in Grade 3. Österreichs Bernd Brugger schrammte mit seinem Bellagio mit einem Score von 66,293 Prozent um 0,707 Punkte an der Qualifikation für das Kür-Finale der Top-8 vorbei. „Enttäuschend für mich, weil wir uns schon die 68 Prozent vorgenommen hatten, ich muss erst das Richterprotokoll analysieren, was da falschgelaufen ist", sagte Brugger.




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