Markus Prock und seine ÖRV-Schützlinge sind in Angriffslaune

Der Countdown läuft. Am 24. November startet bereits die Saison der österreichischen Rodel-Elite im Eiskanal in Igls. MySportMyStory hat sich mit dem Tiroler hoch über Innsbruck getroffen. Seine Erfolge sind bis heute ungeschlagen. Der Weltklasse-Rodler ist zehnfacher Gesamtweltcupsieger, Träger von Olympia-Silber- und Bronzemedaillen und krönte seine Karriere zwei Mal mit dem Weltmeistertitel. Seit Anfang Sommer 2018 ist er Präsident des österreichischen Rodelverbandes und ist bis heute Österreichs erfolgreichster Rodler: die Rede ist von Markus Prock. 1994 wird der Ausnahmeathlet mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Seit 1997 betreibt er eine eigene Sportagentur in Innsbruck. 

online seit heute, 15:21 Uhr
online seit gestern, 15:21 Uhr
online seit 22.11.2018, 15:21 Uhr
Markus Prock im Interview mit der MySportMyStory-Redaktion in Igls

Im Oktober wechselte das österreichische Nationalteam (nach einem intensiven Reisemonat mit vier Lehrgängen in der Ferne) auf heimisches Eis. Nach dem in den vergangenen Monaten der Fokus auf das Athletik- und spezifische Starttraining, Sommerrodeln und neue Trainingsimpulse gelegt wurde, stehen ab sofort die rodeltechnischen Aspekte im Vordergrund, parallel dazu wird das Material optimiert. Die Prock-Schützlinge befinden sich also derzeit in der finalen Phase und möchten diesen Winter voll angreifen. Auch MySportMyStory-Sportler Wolfgang Kindl ist in Igls wieder mit am Start und wird wieder sein Bestes geben. Neben seinen Kader-Kollegen gilt der Tiroler einmal mehr als Medaillenhoffnung im Eiskanal.

Aber zurück zu Ausnahmeathlet Markus Prock Gegenüber eines lokalen Tiroler Mediums äußerte sich der Rodler kurz nach seiner Amtsübernahme im Sommer, wie folgt: „Ich bin sehr stolz, das höchste Amt im zweiterfolgreichsten Verband Österreichs übernehmen zu dürfen. Wir sind sportlich sehr gut aufgestellt, haben durch unsere Leistungen in Pyeongchang, aber auch durch unseren Teamgeist und die tollen Auftritte auf der Naturbahn viele Sympathien gewonnen und wollen weiter im Rampenlicht bleiben. Parallel dazu gilt es die Wirtschaft abzuholen und verstärkt als Partner zu gewinnen. Auf uns wartet viel Arbeit und eine Menge Herausforderungen, denn wir dürfen nicht stagnieren, wir wollen die nächsten Schritte setzen."

Österreichs erfolgreichster Rodler
Im Jahr 2002 beendet der Weltklasse-Rodler seine aktive Karriere. „Es war für mich keine leichte Entscheidung, aber manchmal muss man gehen, wenn es am schönsten ist,“ schmunzelt Prock, der bis heute Österreichs erfolgreichster Rodler ist. Zwischen 1981 und 2002 gewann Prock zehnmal den Gesamtweltcup im Rennrodeln und wurde zweimal Weltmeister. Er errang drei Medaillen bei Olympischen Spielen. 1992 in Albertvilleund 1994 in Lillehammergewann er jeweils die Silbermedaille. Zum Abschluss seiner Karriere errang er 2002 in Salt Lake City die Bronzemedaille. Damit ist er der erfolgreichste österreichische Rennrodler überhaupt. Sein größter Konkurrent zu seiner aktiven Zeit war der Deutsche Georg Hackl, den Prock bei Olympischen Spielen nie hinter sich lassen konnte.

Hannah Prock tritt in Fußstapfen
Markus Prock hat seine Begeisterung für den Rodelsport auch außerhalb der Bahn stets verkörpert. „Der Sport war und ist bis heute Inhalt meines Lebens. Natürlich neben meiner Frau und meiner Familie, die für mich oberste Priorität haben. Meine Tochter Nina war im Rodelsport erfolgreich, meine jüngere Tochter Hannah tritt nun in meine Fußstapfen.“ Dabei war Hannah Prock zunächst gar nicht so rodelbegeistert. Sie kam erst über ihre Schwester Nina zum Rodeln. „Nina hat vor mir angefangen, aber ich wollte nie zuschauen gehen, weil es an der Bahn immer so kalt ist. Dann hat sie irgendwann einmal gesagt, ich soll es unbedingt probieren. Und dann hat es mir gleich voll getaugt“, erinnert sich der Teenager an die Anfänge im Winter 2010.




teilen
1