Linz und Graz feierten Comeback-Siege in der EBEL

Die Black Wings Linz und Graz 99ers haben die Schlagerpartien der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) am Stefanitag für sich entschieden. Die Linzer siegten bei Tabellenführer Vienna Capitals 3:2 nach Verlängerung. Die Grazer sprangen nach einem 5:2 gegen den KAC in der Tabelle auf Rang zwei vor. Einen Erfolg feierte auch Innsbruck, das Salzburg die vierte Niederlage en suite zufügte (5:3).

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Die Linzer siegten bei den Vienna Capitals 3:2 nach Verlängerung

Der VSV behielt beim 5:2 im Kellerduell gegen Zagreb klar die Oberhand. Knapper ging es in Bozen zu, wo Dornbirn erst in der Verlängerung über den 1:0-Sieg gegen den punktegleich mit Graz auf Rang liegenden Titelverteidiger jubelte. Znojmo reichten selbst fünf Tore im Schlussdrittel nicht für einen Heimsieg gegen Fehervar (5:7).

In Graz zeigt das Formbarometer der Heimischen nach einem schlechten Dezember allmählich wieder nach oben. Die Steirer entschieden im ausverkauften "Bunker" auch den dritten Saisonvergleich mit dem KAC für sich. Nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit kam der neue Tabellen-Zweite zu einem letztlich verdienten Sieg. Das 2:2 der 99ers, wo der verletzte Einsergoalie Robin Rahm von Thomas Höneckl vertreten wurde, hätte allerdings wegen Abseits nicht zählen dürfen. "Diese drei Punkte waren sehr wichtig, um hoffentlich in die Play-offs zu kommen", sagte der 19-jährige Schwede Anton Henning Sundin nach seinem Premiertreffer (zum 4:2). Bei den "Rotjacken" stand dieses Mal David Madlener im Tor.

KAC-Trainer Petri Matikainen übte nach der Partie heftige Kritik am Schiedsrichter-Team. "Unglaublich! Das ist ein Fiasko. Es ist so offensichtlich, ich kann das nicht glauben", sagte der Finne gegenüber Sky über den 2:2-Ausgleich der Grazer. Dieser war nach einer eindeutigen Abseitsposition entstanden. Er respektiere jedoch die Schiedsrichter und wolle ihnen nicht die alleinige Schuld für die Niederlage geben. "Graz hat gut gespielt, sie haben vor allem im dritten Drittel viel Druck gemacht. Aber das hat das Spiel beeinflusst", erklärte Matikainen.

Vor mehr als 5.000 Zuschauern in Wien traf Linz-Goalgetter Brian Lebler früh die Stange (4.). Nach dem Warnschuss übernahmen aber die Gastgeber die Kontrolle im Spiel und führten verdient mit 2:0. Dabei lieferte Ex-Caps-Goalie David Kickert im Linzer Tor noch eine starke Vorstellung ab. "Es war für uns nicht leicht. Die Wiener sind wahrscheinlich das beste Team der Liga. Ich glaube, wir waren bei der Chancenverwertung besser", sagte der Tormann nach der Partie. Er war von den Caps-Fans herzlich begrüßt worden.

Seine Linzer steigerten sich nämlich, das 2:2 nach 60 Minuten war gerecht. In der Verlängerung hatte Caps-Stürmer Peter Schneider mit einem Stangenschuss Pech, auf der Gegenseite besorgte Rick Schofield den Sieg für die sechstplatzierten Oberösterreicher, die einen Punkt vor Verfolger (und Sonntag-Gegner) Fehervar liegen. Caps-Trainer Dave Camerson sah seine Mannschaft, die nach der 31. Runde noch sechs Zähler voran liegt, laut Eigenauskunft genügend Chancen für einen Sieg herausspielen: "Der Schlüssel waren aber die Strafen im zweiten Drittel. Bis zu diesem Zeitpunkt ist bei Linz noch nicht viel zusammengelaufen. Die Strafen haben uns das Momentum genommen."

Für Salzburg läuft es in der Liga derzeit überhaupt nicht nach Wunsch. "Wir haben es verpasst, im ersten Abschnitt noch mehr Chancen zu verwerten und eine klarere Führung herauszuspielen", sagte Trainer Greg Poss nach dem 3:5 in Innsbruck und angesichts einer 2:1-Führung, die seine Mannschaft wie ein zwischenzeitliches 3:2 aus der Hand gab. Vor allem Innsbruck-Stürmer Mario Lamoureux, der mit vier Toren glänzte, brachten die "Bullen" nie unter Kontrolle. Poss forderte: "Wir müssen wieder mehr die schmutzige Arbeit machen und Schüsse blocken, sonst verliert man ein Spiel wie heute in Innsbruck." Die Tiroler feierten erst den zweiten Sieg in den vergangenen sieben Spielen.

Der VSV behielt im Kellerduell mit Zagreb klar die Oberhand. Die Vorentscheidung gelang den Villachern in doppelter Überzahl Mitte des Spiels, in der sie innerhalb von einer Minute von 1:1 auf 3:1 stellten. Die finanziell kriselnden Kroaten, bei denen zuletzt etliche Spieler abgewandert sind, hatten selbst den elftplatzierten Kärntnern nichts entgegenzusetzen. Dornbirn entführte überraschend zwei Punkte aus Bozen: Brock Alexander Trotter gelang in der Overtime das einzige Tor im Spiel (65.).



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