KTM vor MotoGP in Spielberg: "Welpenschutz ist vorbei"

Ein Monat vor dem MotoGP-Wochenende auf dem Red Bull-Ring in Spielberg hofft KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer "eine ordentliche Nummer abzuliefern". Der Heim-Grand Prix sei ein Feiertag, der auf die "Orangen" zukomme: "Wir wollen uns gut verkaufen und nach drei Jahren in der MotoGP auch langsam was schaffen." Zuletzt sei es wegen Verletzungen und Stürzen nicht optimal gelaufen.

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Pilot Johann Zarco freut sich auf die Strecke

Pilot Johann Zarco, der in der Moto2 bereits im Aichfeld gewonnen hatte, freue sich auf die Strecke, die er seit 2016 mag: "Ich habe im Vorjahr Probleme gehabt, aber ich mag die Energie der Strecke und ich hoffe auf gutes Wetter"m erklärte der Franzose am Dienstag. Beirer zufolge sei für KTM der "Welpenschutz" vorbei: "Wir müssen konkurrenzfähig werden und sind in einer guten Entwicklung. Es geht in die richtige Richtung."

Teammanager Mike Leitner bezog sich auf einen Vergleich zu Red Bull Racing in der Formel 1, das im fünften Jahr zum ersten Mal einen Grand Prix gewonnen hatte: "Dieses Ziel ist hart. Wir sind nun zweieinhalb Saisonen dabei und haben es schon auf das Podium geschafft. Ich war überrascht. Aber wir kämpfen gegen harte Konkurrenten. Es sind viele junge starke Fahrer dabei. Da muss alles passen. Und man muss behutsam vorgehen", sagte er beim Pressegespräch mit Marcel Hirscher am Dienstag in Spielberg.

Österreichs Motorrad-Legende August Auinger kritisierte die "lang vernachlässigte Jugendarbeit" im Motorradsport in Österreich: "Wir müssen das Ruder herumreißen und etwas aus dem Skisport übernehmen." Er meinte, dass früher Motorradfahren als laut und stinkend in eine Ecke gedrängt worden sei. "Dabei sollten sich Buben und Mädchen ab dem zehnten Lebensjahr herantasten können, ohne Erfolgsdruck der Eltern."

Vor dem Grand Prix von Österreich meinte Auinger, dass die letzte Kurve wieder entscheidend werden könnte: "Der Sieger wird möglicherweise erst da gekürt." Die Kurve sei schwierig zu fahren, weil es ein Gefälle gibt und es danach flach auf die Start-Ziel-Gerade geht. Das bewirke eine Kompression und hinzu komme, dass die Kurve optisch verengt sei. Er meinte, dass Honda mit nun mehr Power durchaus Chancen gegen Ducati haben werde: "Es könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden."




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