Kriechmayr verriet Markenkollegen Franz "alle Geheimnisse"

Erstmals in seiner Laufbahn hat Skirennläufer Max Franz einen Materialwechsel vorgenommen. "Nach 16 Jahren auf Atomic war dies keine leichte Entscheidung, aber ich glaube, es ist der richtige Weg", sagte der Abfahrts-WM-Bronzemedaillengewinner von 2017, der nun bei Fischer mit Vincent Kriechmayr einen prominenten Kollegen hat.

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Franz wechselte von Atomic zu Fischer

Kriechmayr spielte auch gleich ein offenes Spiel. "Ich habe ihm alle Geheimnisse erzählt. Max weiß alles, was ich auch weiß, er ist schon recht schnell unterwegs", berichtete der Oberösterreicher, der mit der ÖSV-Speedmannschaft am Mittwoch zum Training nach Copper Mountain aufbrechen wird. "Max ist absolut eine Bereicherung für mich. Wenn ich die Karten auf den Tisch lege und wenn er sein Feedback gibt, dann können wir alle davon profitieren. Dass ich so einen Kollegen bekomme, damit habe ich nicht gerechnet, das freut mich umso mehr."

Für den 29-jährigen Franz bedeutete der Wechsel, dass er heuer keinen Urlaub hatte. "Eine gute Saison machen, dann gibt es nächstes Jahr wieder einen", weiß der Kärntner, was gefragt ist. Nach der Saison sei im Frühjahr einiges an Arbeit auf ihn zugekommen. "Es ist richtig cool mit Vinc, er ist ein sehr netter Kollege und hat mir die richtigen Anstöße gegeben, in welche Richtung ich mich bewegen soll. Wir haben den gleichen Servicemann, ich glaube, wir arbeiten als Team gut zusammen und haben mehr Chancen, das Richtige zu erwischen und weiterzubringen."

Er habe sich aber nie gedacht, dass man "bei Ski so einen großen Unterschied spüren" kann. Der Wechsel beinhaltete auch Schuhe und Bindung, also das ganze Paket. "Die Motivation war voll da, dass man richtig daran arbeitet und das Setup findet. Von mir und von der Firma. Cool, dass gut was weitergeht, das stimmt mich positiv für den Winter." Sehr wichtig auf dem Weg zum Saisonauftakt am 24./25. November in Lake Louise sei das Training in Chile gewesen. "Aber das Training in Copper ist eigentlich das wichtigste Training vom ganzen Jahr, wo du die Feinabstimmung machst", freut er sich auf die Abreise in die USA.

Mit dabei werden wohl auch jene Ski sein, mit denen Kriechmayr im März beim Weltcupfinale in Aare Abfahrt (ex aequo mit Matthias Mayer) und Super-G gewonnen hat. "Die Siegerski von Aare waren in Chile nicht mit, die guten Ski fährst du bei so einer Schneelage nicht", erklärte Kriechmayr. Das SKi-Modell hat Franz schon ausprobiert, auf die Siegerbrettl'n hat aber der Kollege das Vorrecht. "Die hat der Vinc", stellte Franz klar - auch im Hinblick auf die WM im Februar in Aare. "Jeder hat seine Ski. Es gibt Ski, die Vinc mehr taugen und Ski, die mir mehr taugen. So teilt sich das auf."

Franz ist gespannt auf das erste Rennen und darauf, ob er im Sommer alles richtig gemacht hat. "Die Anspannung ist da, die Neugier ist da." Ein guter Start in die Saison sei brutal wichtig. "Darauf kannst du aufbauen. Wenn du die Sicherheit hast, 'ich bin schnell, ich habe guten Grundspeed, ich darf einfach keinen Blödsinn machen', dann ist das viel leichter, als wenn du da stehst und denkst, 'ich habe eine super Fahrt gehabt und bekomme trotzdem das Packl'. Dann wird die Saison auch schwierig."




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