Kampfansage für 2019 des Österreichischen Leichtathletik Verbandes

ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler legt dar, worauf es in Zukunft ankommen wird und worauf der ÖLV in den kommenden Jahren den Fokus legen wird:

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Grünwald holt Bronze im Weitsprung

„Gleich im März wird in Glasgow (GBR) die Hallen-EM ausgetragen, bei der wir mit einem recht großen Team rechnen. Unsere Mehrkämpferinnen können hier wieder um Medaillen kämpfen und alle unsere Athlet/innen werden wichtige Punkte für das IAAF World-Ranking, das ab jetzt erstmals zur Qualifikation für die WM in Doha herangezogen wird, sammeln.

Zum Wurf-Europacup nach Samorin (SVK) werden wir, wegen der örtlichen Nähe des Austragungsortes, ein ungewohnt großes Team schicken.

Das Jahr 2019 bietet für die Nachwuchs–Leichtathletik ausschließlich Europäische Wettkämpfe wie die U20-EM (Boras/SWE), die U23-EM (Gävle/SWE) und das Europäische Olympische Jugendfestival (Baku/AZE). Die Qualifikationslimits sind bis jetzt leider noch nicht bekannt, werden sich aber erwartungsgemäß nicht sehr von denjenigen der vergangenen Jahre unterscheiden. Unsere jungen Athleten können sich bei den Nachwuchsmeisterschaften weiter auf die internationale Karriere vorbereiten und viele wichtige Erfahrungen auf dem Weg in die allgemeine Klasse sammeln. Bei herausragenden Leistungen in dieser Altersklasse kann man sich bereits früh für das Olympiaprojekt-Nachwuchs empfehlen. Unsere Parade-Mehrkämpferin der Nachwuchsklassen, Sarah Lagger, ist wie schon in den Jahren zuvor natürlich wieder eine Anwärterin auf Medaillen.

Das terminliche Überschneiden von U23-EM und der Universiade (Neapel/ITA) ist natürlich nicht optimal. Eine frühzeitliche Wettkampfplanung nach Feststehen der Qualifikationsrichtlinien ist hier Voraussetzung.

Die größte Mannschaftsentsendung wird die Beschickung der Team-EM nach Varazdin (CRO) sein. Dieser Wettkampf ist erstmals im August - so spät wie nie zuvor - angesetzt. Die erneute Ausführung in 12er-Gruppen mit Österreich in der 2. Liga wird uns alles abverlangen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Dänemark, Zypern, Israel, Lettland, Estland, Bosnien&Herzegovina, Georgien und Luxemburg werden unsere Gegner sein.

Wie schon erwähnt ist 2019 die Premiere für die WM-Qualifikation in Doha über das IAAF World-Ranking. Die Punktezahl eines absolvierten Wettkampfes wird sich als Summe der Leistungspunkte und der Platzierungspunkte abbilden. Um hier die besten Strategien zur Punkte-Maximierung umzusetzen, werden wir uns natürlich mit unseren relevanten Kaderathleten zusammensetzen. Fakt ist, dass die Staatsmeisterschaften sehr wichtige Punktebringer sind und unbedingt im Formaufbau berücksichtigt werden sollten. Weiters müssen wir als Verband immer drauf bedacht sein, dass die relevanten Leistungen unserer Athleten auch Einzug in das IAAF Ranking finden.

Neben all diesen Neuerungen bringt auch die Ausrichtung der WM im Oktober eine Herausforderung im Bereich der Trainingslehre, denn ein klassischer Formaufbau für die darauffolgenden Olympischen Spiele im Juli 2020 ist nur in adaptierter Form umsetzbar. Da wir im Marathon eigene Strategien verfolgen, wird die WM-Mannschaft 2019 etwas kleiner werden als die Olympiamannschaft für 2020. Ich rechne in Doha mit etwa 4–7 Athlet/innen. Bei planmäßiger Vorbereitung und gutem Wettkampfverlauf haben Lukas Weißhaidinger und Ivona Dadic das Potenzial, um WM- Medaillen mitzukämpfen.“

Für die Hallen-Europameisterschaften in Glasgow (1.-3. März 2019) ist Ivona Dadic im Fünfkampf aufgrund ihrer Europaranglistenposition im Siebenkampf (4.) bereits fix qualifiziert.




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