IndyCar Saisonstart: „Good Job Binder“

IndyCar – eine der härtesten Rennserien der Welt. Das Reglement der IndyCar-Serie wurde vor der heurigen Saison geändert, die Karten neu gemischt. Beim Saisonauftakt am Stadtkurs in St. Petersburg – oder besser „St. Pete“ – bringen vier neue Teams frischen Wind auf die ruppigen Rennstrecken. Erstmals im Starterfeld der 24 stellt sich Rookie Rene Binder im Boliden des Jucos Racing-Teams der Konkurrenz. Nach nur einem Testtag und den Trainingsläufen bestand der Tiroler seine Feuertaufe mit Bravour. 

 

 
Dass Binder das Fahrzeug bereits bestens beherrscht, bewies er bereits im Training. „Ich hatte am Freitag einen ziemlich spektakulären Dreher, bei dem ich das Auto, Gott sei Dank, noch abfangen konnte“, schildert Binder die Situation, „da ohne einen Kratzer am Auto davonzukommen war aber, ehrlich gesagt auch Glück.“ Glück, das den Tiroler leider im Grand Prix trotz fehlerfreier Fahrt in der 103. von 110 Runden verließ. Ein Defekt riss Binder aus dem Bewerb. „Um ehrlich zu sein, müssen wir noch im Detail analysieren, warum auf einmal das Bremspedal lang geworden ist“, lautete sein erstes Statement, „aber ich wollte im Finish keinen Unfall mehr riskieren.“ Ein Ausfall, von dem sich der Motorsportler nicht aus der Ruhe bringen lässt. „Das Auto ist heil geblieben und wir haben als Team an diesem Wochenende sehr viel dazu gelernt“, lautete sein hoffnungsvolles Resümee. „Wenn nach dem Rennen die ganzen verunfallten Autos hintereinander hereingebracht werden, wird einem doch bewusst, wie intensiv dieses Racing in der Verizon IndyCar Serie ist“, berichtete Binder weiter, „es ist etwas ganz Besonderes sich hier beweisen zu können und ich werde alles geben, um auch erfolgreich zu sein.“
 

Um den Erfolg kämpft nicht nur Rene Binder im Cockpit alleine, er darf auf volle Unterstützung seines Jucos Racing-Teams vertrauen. „Gott sei Dank hat mich mein Renningenieur, Tom Brown, daran erinnert, dass wir nur einen Testtag hatten“, bestätigt der Rennfahrer „und je länger ich darüber nachdenke, desto zufriedener bin ich mit meinem Debüt.“ Mit Prognosen über den weiteren Saisonverlauf hält sich Rene Binder noch zurück. „Wenn es uns gelingt, aus mir und aus dem Auto noch jeweils eine halbe Sekunde herauszuholen, sind wir schon einen Riesenschritt weiter“, lautet die Vorgabe für den nächsten Schritt, „ich habe im Gegensatz zu den meisten Rookies die Strecke nicht gekannt und auch mein Renningenieur, Tom Brown, hat mir bestätigt, dass er an diesem Auftaktwochenende sehr viel über das neue Auto gelernt hat.“ Obwohl der Techniker auf langjährige Erfahrungen beim Meisterteam Penske zurückblicken kann, braucht das gesamte Team dringend viele Testkilometer und möglichst gute Vergleichsdaten. Die nächsten Tests finden bereits in der kommenden Woche im Barber Motorsports Park statt. „Eine irrsinnig anspruchsvolle Strecke, auf der ich auch meinen nächsten IndyCar Grand Prix fahren werde“, freut sich der Tiroler. „Wir haben einen enormen Aufholbedarf, den es jetzt Schritt für Schritt und ohne Hektik aufzuarbeiten gilt“, betont er weiter, „ich habe nach wie vor ein gutes Gefühl, weil die Zutaten bei diesem Team stimmen und weil wir auch nicht so schnell aufgeben werden.“

Das gute Gefühl darf Rene Binder aus St. Pete jedenfalls mitnehmen. Auf dem Weg zurück ins Fahrerlager quittierten die Fans seine Leistung jedenfalls mit einem herzlichen „Good Job Binder“. 

 


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