IAAF schiebt Reglement zu Testosterongrenzwerten auf

Der Internationale Leichtathletikverband (IAAF) wird die Einführung von Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit hohen natürlichen Testosteronwerten aufschieben. Gegen diese geplante Regel hatte die südafrikanische 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya im Juni beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch erhoben. Die IAAF will nun die für 26. März angekündigte CAS-Entscheidung abwarten.

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800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya

Ursprünglich hätte die Regel schon per 1. November Gültigkeit erlangen sollen. Frauen sollen demnach das Startrecht für Rennen zwischen 400 Metern und einer Meile nur erhalten, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (5 Nanomol pro Liter) nicht überschritten wird. Läuferinnen müssten künftig "innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten - beispielsweise durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel" - ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren.

Der südafrikanische Verband (ASA) begrüßte die IAAF-Entscheidung und gab bekannt, dass die CAS-Anhörung im Zeitraum 18. bis 25. Februar stattfinden soll. Von IAAF-Seite aus zeigte man sich zuversichtlich, dass die Regelung auch nach der CAS-Entscheidung wie geplant umgesetzt werden könne. In diesem Fall würde Dreifach-Weltmeisterin Semenya den Großteil der Freiluftsaison 2019 vor den Weltmeisterschaften im September in Doha verpassen.



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