Flock nimmt für Olympia 2022 mögliche Ergebniskrise in Kauf

Die Tirolerin Janine Flock hat ihren Fokus bereits ganz auf die nächsten Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gerichtet. Platz vier wie heuer bei den Spielen in Pyeongchang soll es nicht wieder geben, dafür nimmt die zweifache Ex-Europameisterin auch eine eventuell zwischenzeitliche Ergebniskrise in Kauf. Denn Vorrang hat bei Flock vorerst die Entwicklung auf dem Materialsektor.

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Flock nimmt für Olympia 2022 mögliche Ergebniskrise in Kauf

MCR-Tech heißt ihr neuer Schlitten, gefertigt von ihrem Lebensgefährten Matthias Guggenberger sowie Clemens Berauer gemeinsam mit der Firma Rathgeber. "Dieses Gerät ist genau auf mich abgestimmt", erklärte Ex-Vize-Weltmeisterin Flock im Vorfeld ihres Saison-Einstiegs diesen Donnerstag und Freitag (jeweils ab 9.30 Uhr) auf Intercontinentalcup-Ebene in Igls. "Ich fahre mit meinen eigenen, mir vertrauten Kufen."

Damit sei sie nicht mehr von Standard-Geräten der britischen Firma Bromley abhängig. Das soll einen wichtigen Schritt in Richtung Olympia 2022 bringen. "Damit wir in Peking mit einem besseren, schnelleren Material am Start stehen", meinte die Innsbruckerin. Den Weltcup-Auftakt Anfang Dezember in Sigulda lässt die frühere Gesamtweltcupsiegerin aus, sie steigt erst in der Woche darauf in Winterberg ein.

Mehr an das Material und weniger an das aktuelle Abschneiden zu denken, fällt der Heeressportlerin schwer. "Weil ich am liebsten jedes Rennen gewinnen würde. Aber das wird es heuer nicht spielen. Es ist echt schräg, aber mit so wenig Trainingsfahrten bin ich überhaupt noch nie in eine Saison gegangen." Statt wie üblich an die 40 sind es diesmal nur rund 15.

Zumindest aber kann sich die 29-Jährige wieder ganz auf den Sport konzentrieren. Guggenberger pausiert diese Saison und coacht u.a. seine Janine, und auch die nach der vergangenen Saison aufgekommenen Querelen mit dem heimischen Verband sind ausgeräumt. Die davor zu kurz gekommene Kommunikation zwischen den Parteien hat Wunder gewirkt.

Flock hatte dem Verband u.a. vorgeworfen, sich für Olympia den Physiotherapeuten selbst bezahlt haben zu müssen. Der Konter von Christian Auer war inklusive der Androhung von Konsequenzen heftig, der Ex-Aktive ist nach wie vor ÖBSV-Sportdirektor. Zur Beruhigung beigetragen hat die Bestellung vom bisher beim Rodelverband tätig gewesenen Reinhard Poller. Die anvisiert gewesene Fusion Bob/Skeleton- mit dem Rodel-Verband ist derzeit nicht aktuell.




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