Eiskunstlauf-EM 2020 nach 20 Jahren wieder in Österreich

Exakt 20 Jahre nach den bisher letzten Titelkämpfen auf rot-weiß-rotem Eis geht es für die europäische Kunstlaufelite wieder um Edelmetall in Österreich. FIGURE SKATING IS COMING HOME! Das ist der treffende Slogan der Eiskunstlauf- Europameisterschaft vom 20. bis 26. Jänner 2020 in Graz. Für die heimischen Weltklasse-Paarläufer Miriam Ziegler und Severin Kiefer ist die EM vor eigenem Publikum das große Highlight in der kommenden Saison, sie haben eine Medaille im Visier.

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Johannes Schreiner (e|motion management), Sportstadtrat Kurt Hohensinner, ISU-Eventkoordinator Wieland Lüders, Christiane Mörth (Präsidentin des Österreichischen Eiskunstlauf-Verbandes), Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Miriam Ziegler, Severin Kiefer, Klaus Leutgeb (Leutgeb Entertainment Group)

„Wir haben ja einige Zeit in Graz gelebt und trainiert und in dieser Zeit auch zahlreiche Bekanntschaften geschlossen. Viele unserer Freunde haben bereits angekündigt, dass sie uns bei der Europameisterschaft unterstützen werden. Ich gehe daher davon aus, dass die Stimmung in der Halle richtig gut sein wird, wenn wir laufen werden“, freut sich der Salzburger Severin Kiefer auf die Heim-EM, deren Bewerbe in Premstätten - Schwarzlsee ausgetragen werden. Und auch die gebürtige Burgenländerin Miriam Ziegler darf sich auf stimmkräftige Unterstützung freuen: „Das Burgenland ist ja nur einen Steinwurf von der Steiermark entfernt, deshalb werden meine Familie sowie viele Freunde und Verwandte zur EM kommen und uns anfeuern“, ist Ziegler überzeugt.

Ziegler/Kiefer haben im vergangenen März in Saitama (JPN) mit Rang zehn für das erste österreichische Top-Ten-Resultat bei einer Weltmeisterschaft seit 21 Jahren gesorgt und damit bewiesen, dass sie auf dem besten Weg in Richtung absolute Weltklasse sind. In einem Europa-Ranking wäre Österreichs Parade-Paar in Japan auf dem sechsten Platz gelandet, was zwangsläufig die Frage aufwirft, ob die Lokalmatadore in der Steiermark sogar um die Medaillen mitlaufen können?

„Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ein Podestplatz unser großes Ziel für die Europameisterschaft ist. Und es ist nicht unrealistisch, es auch zu erreichen. Natürlich gehört auch das notwendige Glück dazu, aber wir haben uns zuletzt sehr gut weiterentwickelt und arbeiten intensiv daran, um uns in allen Bereichen weiter zu verbessern“, betont Kiefer. Deshalb haben die Österreicher ihre Trainingszelte auch in Berlin aufgeschlagen und arbeiten zusammen mit ihrem Haupttrainer Knut Schubert auch mit Größen wie dem deutsch-französischen Olympiasieger 2018, Bruno Massot, oder dem italienischen Weltklasse-Eistänzer Stefano Caruso.

„Das Eiskunstlaufen ist so vielfältig, dass wir auch in Sachen Athletik und Technik mit verschiedenen Trainern zusammenarbeiten. Denn es kann nicht jeder Coach alles können“, erklärt Miriam Ziegler, die mit Severin Kiefer nach dem Oster-Wochenende bereits wieder die Vorbereitungen auf die kommende Saison aufgenommen hat. „Wir stehen sechs Tage in der Woche zwei bis drei Stunden auf dem Eis. Dazu kommt noch Athletiktraining, das zumindest ebenso lange dauert. Alles, was wir uns jetzt hart erarbeiten, kommt uns in der Wettkampfsaison zugute. Wir legen schon jetzt die Basis dafür, um dann bei der EM voll da zu sein“, stellt Kiefer klar.




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