Die BOSS GP Racing mit Saisonauftakt in Hockenheim

Drei Jahre nach ihrem letzten Auftritt in Hockenheim war die BOSS GP Racing Series an diesem Wochenende wieder am Start des Traditionsevents zu Ehren des 1968 in Hockenheim tödlich verunglückten F1-Weltmeisters Jim Clark. Der einzigartige Mix an Fahrzeugen – vom Formel-1-Wagen mit V10-Motor bis zum World-Series-V6-Auto – brachte das Motodrom zum Beben.

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Die BOSS GP Racing mit Saisonauftakt in Hockenheim

OPEN
Zur Wertung der Formel-1- und IndyCars: Diese war erneut sichere Beute für Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1. Der Tübinger Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing) im Benetton B197 hielt sich im Samstagsrennen aus allen Streitereien rund um ihn geschickt heraus und sicherte sich so Rang 2. Sein Benetton-Zwilling Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) war nur kurz zu sehen, mit technischen Problemen musste er das Rennen schon frühzeitig aufgeben. Im zweiten Lauf dasselbe Bild: Gerstl fährt zum sicheren Doppelsieg, dahinter konnten trotz vorzeitigem technischen K.o. sowohl Stratford (Rang 2) als auch Ulf Ehninger (Rang 3) anschreiben.

FORMULA
Am turbulentesten ging es in der FORMULA-Wertung mit den Formel 2 und World-Series-Boliden zur Sache: Vor allem der Dreikampf zwischen den Italienern Marco Ghiotto (Scuderia Palladio), Simone Colombo und Luca Martucci (beide MM International) unterhielt das Publikum im ersten Rennen vor Ort und im Livestream – stehende Räder und Ausbremsversuche inklusive. In der vorletzten Runde gelang Colombo gegen Ghiotto das entscheidende Ausbremsmanöver in der Spitzkehre. Damit rückte Colombo „last minute“ noch auf Platz 2 vor. Den Klassensieg holte sich der erst 17-jährige Zdenek Chovanec-Lopez (CZE, MM International) bei seinem Debütrennen in der BOSS GP Racing Series.
Der Rookie legte auch im zweiten Lauf fast zwanzig Minuten lang ein unglaubliches Tempo hin und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch bei der rasanten Gangart hatte er seine Reifen überfordert. Sie bauten stark ab und er verlor an Grip. Im Powerslide versuchte er noch, den heranfliegenden Colombo hinter sich zu halten, doch die Mühe war umsonst. Colombo teilte sich seine Pirelli P-Zero-Slicks besser ein und holte mit dieser Strategie den Sieg im Sonntagsrennen und die gemeinsame Tabellenführung mit Chovanec-Lopez, der noch Rang 2 vor Ghiotto ins Ziel rettete. Als undankbarer Vierter überquerte Martucci die Ziellinie. Auf Rang 5 klassierte sich Michael Aberer (AUT, MA Motorsport), der nach seinem Ausfall im Samstagsrennen in Lauf 2 mit einem guten Ergebnis anschreiben konnte.

SUPER LIGHTS
Der Sieg in der Sechszylinder-Wertung ging an Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport). Sein erst 16-jähriger Landsmann Alexander Geier (Geier Racing) konnte nach einem Brand im Training nicht am Rennen teilnehmen.

Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) im gelb-schwarzen World Series V8-Boliden schaffte es nach einen Bruch der Antriebswelle im Qualifying, in beiden Rennen vom letzten Startplatz aus alle FORMULA-Fahrzeuge hinter sich zu lassen. Damit gewann der Ex-Formel-3-Pilot die neue Wertung der modifizierten BOSS GP-Autos.

Die nächsten beiden Rennen der BOSS GP Racing Series folgen in vier Wochen (3.–5. Juni 2022) im Rahmen der Rundstreckentrophy am Red Bull Ring in Spielberg. Der Eintritt ist frei.



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