Chinesin Liu Shiwen erstmals Einzel-Weltmeisterin

Die Chinesin Liu Shiwen ist zum ersten Mal Einzel-Weltmeisterin im Tischtennis. Nach ihren Endspiel-Niederlagen 2013 und 2015 setzte sich die 28-Jährige am Samstag bei der WM in Budapest im Finale mit 4:2 gegen ihre Landsfrau Chen Meng durch. Zusammen mit Xu Xin (China) hatte Liu am Freitag bereits den WM-Titel im Mixed gewonnen, Japan mit Kasumi Ishikawa/Maharu Yoshimura wurde 4:1 besiegt.

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Liu Shiwen lässt vor Freude den Schläger fallen

Auch das Herren-Doppel ging an China, Ma Long/Wang Chuqin setzten sich 4:1 gegen Alvaro Robles/Ovidiu Ionescu (ESP/ROM) durch.

Der Schwede Mattias Falck sorgte ebenfalls für Aufsehen. Er erreichte im Herren-Einzel als erster Europäer seit 16 Jahren das Endspiel einer Tischtennis-WM. Falck gewann am Samstagabend im Halbfinale in 4:3 Sätzen gegen den Junioren-Weltmeister An Jaehyun aus Südkorea und trifft am Sonntag um 13.30 Uhr im Finale auf den Titelverteidiger und Olympiasieger Ma Long aus China.

Der Endspiel-Einzug des 27 Jahre alten Falck ist der größte WM-Erfolg eines europäischen Profis seit dem Weltmeister-Titel des Niederösterreichers Werner Schlager 2003 in Paris.

Im Herren-Doppel hatten Alvaro Robles und Ovidiu Ionescu in Budapest ebenfalls völlig überraschend das Finale erreicht. Dort verloren der Spanier und der Rumäne am Samstagvormittag aber mit 1:4 gegen die favorisierten Chinesen Ma Long und Wang Chuqin.

Falck steht in der Weltranglisten auf Platz 16 und ist damit aktuell der drittbeste Europäer hinter den beiden Deutschen Timo Boll (5.) und Dimitrij Ovtcharov (12.). Der Schwede profitierte bei dieser WM auch von zahlreichen Favoritenstürzen. So kamen vier der ersten fünf Spieler der Weltrangliste nicht weiter als bis ins Achtelfinale.



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