Sportstätten

Bludenz bekommt eine Naturrodelbahn - Stadt gibt grünes Licht

In der Vorarlberger Stadt Bludenz wird nach jahrelangen Verhandlungen definitiv eine Kunstrodelbahn gebaut. Die Finanzierung des 6,6 Mio. Euro teuren Projekts sei geklärt, teilte der Bludenzer Bürgermeister Josef Katzenmayer am 16. Oktober mit. Der Baubescheid sei unterschrieben und rechtskräftig. Der Eiskanal soll im Spätherbst 2019 in Betrieb gehen. Als Geschäftsführer der Eiskanal Bludenz GmbH ist ÖRV-Präsident Markus Prock eingetragen.

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Markus Prock im Interview mit der MySportMyStory-Redaktion in Igls

Bis in die 60er Jahre reicht die Geschichte einer Kunstrodelbahn in Bludenz-Hinterplärsch zurück. Die Bludenzer Rodler waren in der Vergangenheit nicht nur in Vorarlberg und Österreich spitze, sondern haben auch in der absoluten Weltelite mitgemischt. Um an diese Tradition wieder anzuschließen, war es für den hiesigen Rodelclub und den Vorarlberger und Österreichischen Rodelverband wichtig, allen Nachwuchsklassen entsprechende Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Mit der neuen Anlage in Bludenz wird dies nun möglich.

Die letzten offenen Fragen der Finanzierung sind abgeklärt. Der Bund wird in das rund 6,6 Mio. EUR teure Projekt 2,2 Mio. investieren. Das Land Vorarlberg wird weitere 2,2 Mio. EUR finanzieren, die Stadt Bludenz ist mit einem fixen Anteil von 1,1 Mio. beteiligt. Zusätzlich wird es für die restlichen 1,1 Millionen   Bedarfszuweisungen und Tourismusförderungen geben. Dies ist von Bürgermeister Katzenmayer mit Landeshauptmann Markus Wallner ausverhandelt worden. „Ich finde es toll, dass alle Partner und vor allem das Land Vorarlberg hier eine Chance für den Rodelsport sehen und dem Nachwuchs optimale Trainingsmöglichkeiten bieten. Es freut mich als Bürgermeister der Stadt Bludenz sehr, dass wir nun grünes Licht für dieses Projekt geben konnten“, hofft Bürgermeister Mandi Katzenmayer auf einen möglichst optimalen Projektablauf. Geht alles nach Plan, so kann im Spätherbst 2019 der Eiskanal in Bludenz in Betrieb genommen werden. Errichtet wird die Sportanlage durch eine eigene Gesellschaft. Diese ist auch für den Betrieb der Rodelbahn verantwortlich. Errichtet wird die Bahn von der Eiskanal Bludenz GmbH, die zu 87 Prozent im Eigentum des Österreichischen Rodelverbands (ÖRV) steht. Sie wird die Anlage auch betreiben. Als Geschäftsführer der Eiskanal Bludenz GmbH ist ÖRV-Präsident Markus Prock eingetragen.

Mit dem für den Rodelsport erreichten Ergebnis gibt sich das Bludenzer Stadtoberhaupt jedoch noch nicht zufrieden. „Wir prüfen derzeit sehr intensiv die Errichtung eines Eislaufplatzes. In den vergangenen Jahren gab es in Hinterplärsch immer einen Natureislaufplatz, der allerdings aufgrund der Temperaturen nur wenige Tage in Betrieb sein konnte. So eine Sportstätte fehlt uns. Ein Kunsteisplatz würde vor allem für Familien aber auch Schulen und natürlich Eishockey-Fans sehr entgegenkommen. Rund 40 Hobbymannschaften warten auf so ein Projekt“, ist sich Katzenmayer bewusst.

Mit 700 Meter Länge und acht Kurven ist die Bahn etwa halb so lang wie jene Eiskanäle, die für Weltcupbewerbe und internationale Großveranstaltungen befahren werden. In Bludenz wird allerdings das Ziel verfolgt, allen Nachwuchsklassen Training auf Höchstniveau zu ermöglichen.

Bludenzer Kadernachwuchs freut sich auf Kunsteisbahn
Bludenzer Kadernachwuchs freut sich auf Kunsteisbahn



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