Biathlon: Eberhard bei Fourcade-Machtdemonstration Vierter

Julian Eberhard hat beim Biathlon-Heimweltcup als Vierter der Verfolgung seinen nächsten Spitzenplatz erreicht. Auf einen Podestplatz fehlten dem Salzburger am Samstag in Hochfilzen nach drei Strafrunden mehr als 20 Sekunden. Den Sieg sicherte sich ohne Fehlschuss überlegen Weltcuptitelverteidiger Martin Fourcade. Sprintgewinner Johannes Thingnes Bö wurde mit sechs verfehlten Scheiben nur Neunter.

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Martin Fourcade ist eine Klasse für sich

Der als Zweiter in das Jagdrennen über 12,5 km gegangene Fourcade traf hingegen alle 20 Scheiben und feierte bei neuerlichem Schönwetter vor 12.600 Fans seinen 72. Weltcuperfolg. Der Franzose triumphierte 13,7 Sekunden vor dem Deutschen Arnd Peiffer (1 Strafrunde) und 16,1 vor dem norwegischen Überraschungsmann Vetle Sjastad Christiansen (0).

"Ich bin wirklich froh, dass ich das geschafft habe, denn letzte Woche in Pokljuka hatte ich wirklich Probleme", meinte Fourcade, der in Slowenien nach dem Auftaktsieg zwei schlechte Rennen abgeliefert hatte. In Hochfilzen zeigte er sich aber wieder von seiner besten Seite. In der Verfolgung profitierte der Olympiasieger von Patzern seines Dauerrivalen Bö. "Die einzige Möglichkeit zu gewinnen war, dass Johannes uns eine Chance gibt, und er hat es getan." Im Gesamtweltcup fehlen ihm vor den nächsten Einzelrennen in Nove Mesto aber noch 57 Punkte auf den dreifachen Saisonsieger aus Norwegen.

Eberhard verbesserte sich unmittelbar hinter Eder auf Gesamtrang sechs. In der Verfolgung kam er von Position sechs gestartet durch je einen Fehler in den ersten drei Schießeinlagen nie in den Kontakt mit den Podesträngen. "Mir sind leider dreimal Flüchtigkeitsfehler passiert. Das war nicht förderlich, dass ich ganz nach vorne komme, aber ich habe im letzten Rennviertel noch einem 100 Prozent herausgeholt", meinte der in der Schlussrunde an mehreren Konkurrenten vorbeigestürmte Saalfeldener.

Er habe trotz der zwischenzeitlichen Rückschläge nie aufgegeben. "Ich hatte Bombenmaterial, das hält einem am Leben, und es lohnt sich weiterzukämpfen. Platz vier ist sehr, sehr versöhnlich. Ich bin wirklich zufrieden", betonte Eberhard, dem im Ziel 37,4 Sekunden auf Fourcade fehlten.

Damit ging die lange podestplatzlose Serie der Österreicher in Hochfilzen-Einzelrennen seit Simon Eders zweitem Verfolgungsrang 2010 weiter. Eder belegte am Samstag Rang 14, Dominik Landertinger landete an der 19. Stelle. Nachwuchshoffnung Felix Leitner wurde 30. Alle drei hatten jeweils drei Fehlschüsse fabriziert.

Eder vergab mit zwei Fehlern beim dritten Schießen eine deutlich bessere Platzierung, er war auch schon im Sprint 14. gewesen. "Leider war das erste Stehend-Schießen ganz schlecht", ärgerte sich der beim Saisonauftakt deutlich stärker gewesene Routinier. Die mannschaftliche Geschlossenheit lasse aber immer auf einen erfolgreichen Abschluss in der Staffel am Sonntag hoffen. "Wir sind voll dabei. Die Staffel ist ein ganz wichtiger Bewerb, da ist sehr viel drinnen - bis hin zum Sieg", betonte Eder.

Landertinger ärgerte sich über sein Schießen, ortete in der Loipe aber eine Tendenz nach oben. "Drei Fehler sind einfach zu viel, aber läuferisch geht es aufwärts", meinte der Ex-Weltmeister. Landertinger wird mit seinen drei in der Verfolgung eingesetzten Teamkollegen auch die ÖSV-Staffel am Schlusstag bilden.

In der Herren-Staffel am Sonntag kommt für Österreich wider Erwarten Tobias Eberhard anstelle von Felix Leitner zum Einsatz. Eberhard war im Sprint mit drei Fehlschüssen nur 78. geworden und hatte die Verfolgung damit klar verpasst. Leitner lief hingegen als 35. und 30. zweimal in die Punkteränge.




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