Acht Minuten fehlten zur neuerlichen Handball-Sensation

Österreichs Handball Männer Nationalteam musste sich im Rückspiel im EHF EURO CUP Europameister Spanien in Melilla (ESP) 31:35 geschlagen geben. Die Equipe von Teamchef Aleš Pajovič hielt bis wenige Minuten vor Ende der Partie mit, ging in der 50. Spielminute durch Daniel Dicker sogar noch einmal mit 28:27 in Führung. Fehler in den Schlussminuten verhinderten schließlich nach dem 29:28-Heimsieg vor vier Tagen eine neuerliche Sensation.

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Acht Minuten fehlten zur neuerlichen Handball-Sensation

„Die Mannschaft hat Kampfgeist gezeigt, hat den Europameister neuerlich voll gefordert. Ich bin sehr zufrieden und stolz“, kehrt Teamchef Aleš Pajovičhervor, der vor wenigen Tagen mit dem 29:28-Sieg über Spanien in Dornbirn einen Einstand nach Maß feierte Dass dieser Sieg kein Zufall war, stellten Nikola Bilyk & Co. in Spanien unter Beweis. In den Anfangsminuten legte man stets vor, neuerlich war die Deckung gut eingestellt und Thomas Bauer im Tor zur Stelle. Erst Eigenfehler brachten das Team schließlich in Rückstand. Auf 7:3 zog Spanien nach neun Minuten davon. Nur vier Minuten später war man allerdings wieder auf ein Tor dran und ließ nicht locker. Julian Pratschner zeichnete sich vom linken Flügel immer wieder aus. Nur der Ausgleich wollte nicht gelingen. Kurz vor der Pause sah man sich aufgrund einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Robert Weber in Unterzahl. Das nutzten die Iberer und stellten auf 18:15.

Nach Seitenwechsel durfte Thomas Eichberger ran und auch sonst gab Teamchef Pajovič den jungen Spielern wie Jakob Jochmann, Sebastian Spendier und Daniel Dicker viel Spielanteile. Eichberger konnte sich zu Beginn auch einige Male auszeichnen und verhalf seinem Team nach wenigen Minuten zum verdienten Ausgleich zu kommen. Marian Klopcic stellte aus einem Konter heraus auf 19:19. Doch auch die Spanier wussten Fehler der Österreicher eiskalt auszunutzen. Ein Siebenmeter und zwei Kontertore brachten die Gastgeber wieder mit 22:19 in Führung. Wieder kämpfte man sich zurück, kam bis auf ein Tor heran. In der 48. Minute war dann Fabian Posch zur Stelle, der den 26:26-Ausgleich erzielte. Wenige Minuten später sorgte man für lange Gesichter auf den Tribünen und der spanischen Betreuerbank nachdem Daniel Dicker Österreich mit 28:27 in Führung brachte. Spanien nahm sein zweites Timeout und legte eine Serie hin.

Ganze acht Minuten sollte den Österreichern kein Treffer gelingen, sowohl Robert Weber als auch Nikola Bilyk scheiterten vom Siebenmeter an Rodrigo Corrales. Auf 33:28 zog der Europameister davon und sorgte damit auch für die Vorentscheidung. 

Teamchef Aleš Pajovič: „Ich bin mit diesem Trainingslehrgang und den zwei Spielen gegen Spanien sehr zufrieden. Die Mannschaft hat in der kurzen Zeit umgesetzt was wir uns vorgenommen haben, hat gekämpft, hat eine gute Deckung gespielt. Die Stimmung im Team war die gesamte Woche gut, das müssen wir auch in den Juni mitnehmen.“

Nikola Bilyk: „Das Spiel war 50 Minuten lang sehr ausgeglichen. Wir sind immer wieder sehr gut zurückgekommen, am Ende haben wir das Spiel leider hergegeben. Im Großen und Ganzen dürfen wir mit den ersten 50 Minuten zufrieden sein.“



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