Kurz erklärt

A bis Z des Tennissports

Tennis zählt in Österreich zu den beliebtesten Breitensportarten. Welche Bedeutung steckt eigentlich hinter dem Begriff „Chip and Charge“? Die MySportMyStory- Redaktion hat in der Rubrik „Kurz erklärt“ die häufigsten Ausdrücke übersichtlich zusammengetragen.

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Future Tennis Turnier 2018 IEV Innsbruck

A Ein Ass ist ein direkter Punkt, der durch einen Aufschlag erzielt wird. Charakteristisch für ein Ass ist die Tatsache, dass der Gegner nicht in der Lage ist, den Ball zu berühren. Berührt der Gegner den Ball, kann ihn aber nicht zurück- spielen, so nennt man diesen Punktgewinn „Service-Winner“.

B Best of Five: So lautet die englische Bezeichnung für ein Match auf drei Gewinnsätze, anstelle der üblichen 2 Gewinnsätze. Wenn beide Spieler bereits 2 Sätze gewonnen haben, fällt die Entscheidung im fünften und letzten Satz. So ein 5-Satz-Match kann ziemlich lange dauern. Der Rekord für die längste Begegnung der Tennisgeschichte liegt bei 11 Stunden und 5 Minuten und wur- de von Nicolas Mahut und John Isner in Wimbledon 2010 aufgestellt (Ergebnis: 6:4; 3:6; 6:7; 7:6; 70:68 für John Isner).

C Chip and Charge: So wird eine Spieltaktik bezeichnet, bei der der Rückschläger den Aufschlag des Gegners blockt (chip = geblockter Rückschlag). Im Zuge dieses Blocks stürmt der Rückschläger vor ans Netz, um anschließend mit einem Volley zu punkten (charge).

D drop shot oder Stoppball dient dem Überraschungseffekt. Der drop shot landet im Idealfall knapp hinter dem Netz und wird mit Rückwärtsdrall gespielt, wodurch er kaum vom Boden abspringt.

E Die eigentliche Spannung ist die Spannung in einem besaiteten Schläger, die fast immer niedriger ist als das, was auf der Maschine eingestellt wurde. Dies kommt durch Saitenlockerung zustande. Ein Schläger, der beispielsweise mit 27 kg besaitet wurde (gemessen mit einem Saitenmeter), hat in Wirklichkeit oft nur 23-24 kg abhängig von Kopfgröße und Saitentyp.

F Fußfehler: Die Füße des Spielers dürfen die Grundlinie während der Aufschlagbewegung sowie bis zum Treffen des Balles nicht berühren oder überschreiten.

G Grand Slam: Ein Grand Slam bezeichnet den Gewinn aller 4 Grand-Slam-Turniere (die 4 bedeutendsten Tennisturniere weltweit) innerhalb eines Kalenderjahres.

H Hawk-Eye: Kommt bei strittigen Entscheidungen im Welt- klassetennis zum Einsatz. Das Hawk-Eye ist ein computer-gestütztes System, das mittels Hochgeschwindigkeits-Kameras die Position des Balles beim Auf- prall am Boden berechnet. Das Hawk-Eye liefert den zweifelsfreien Beweis, ob ein Ball im Feld oder im Aus gelandet ist.

I Inside-Out: Der Spieler schlägt beispielsweise eine Vorhand aus der Rückhand-Ecke (er umläuft also sozusagen die Rückhand) diagonal (im Fachjargon „cross“) auf die Rückhandseite des Gegners. I Inside-In: Selbes Spiel wie bei Inside-Out. Nur diesmal wird der Ball der Linie entlang (im Fachjargon „longline“) in die Vorhand- ecke des Gegners geschlagen.

J Jeu de Paume: Dieses Ballspiel mit der flachen Hand gilt als Vorläufer des heutigen Tennis.

K Kopfgröße: Bezeichnet die Größe des besaiteten Bereichs eines Schlägers, angegeben in Quadratinch. Eine große Kopfgröße bringt dem Spieler mehr Beschleunigung, eine kleine Kopfgröße sorgt für mehr Kontrolle.

L Lob: Ein Ball, der Lange Oben Bleibt. Eine Variante, bei der man versucht, den ans Netz vorgedrungenen Gegner mittels eines hoch geschlagenen Balles zu überwinden.

M Match-Tie-Break: Dient sozusagen der Abkürzung des Spiels und ersetzt den dritten Satz (kommt bislang vermehrt beim Doppel zum Einsatz). Ein Match- Tie-Break ist gewonnen, wenn einer der beiden Spieler min- destens 10 Punkte gewinnt und dabei 2 Punkte Vorsprung hat.

N Netzroller: Ist ein geschlagener Ball, der an der oberen Netzkante hängen bleibt und anschließend mit verminderter Geschwindigkeit direkt hinter dem Netz ins Feld „plumpst“. Meist unerreichbar!

O Orange Bowl: Eines der bekann- testen Turniere für Nachwuchs- tennisspieler unter 18 Jahren. Die Orange Bowl wird seit 1947 in Miami (USA) ausgetragen. Dominic Thiem gewann die mit Orangen gefüllte Glasschale im Jahr 2011.

P Passing oder Passierball: So wird der Schlag, der am angreifenden Gegner vorbei ge- spielt wird, bezeichnet.

Q Quersaiten: Bilden gemeinsam mit den Längssaiten die Bespannung des Schlägers. Die Quersaiten verlaufen quer zum Griff und werden häufig mit 1-2 Kilogramm weniger bespannt.

R Re-Break: Ein Spieler verliert sein Aufschlaggame (=Break). Er gewinnt direkt im Anschluss das Game, in dem sein Gegner aufschlägt (Re-Break).

S Serve-and-Volley: Aufschlag - Flucht ans Netz - Netzangriff - Volley - Punktgewinn (im Idealfall)

T Topspin: Der Ball wird mit Vorwärtsdrall, sprich mit einer von unten nach oben durchgeführten Schlägerbewegung, versehen.

U Als Unforced Error oder auch “unerzwungener Fehler” werden leichte Fehler bezeichnet.

V wie Volley: Ein Volley ist ein direkt ausgeführter Tennisschlag am Netz, ohne Bodenkontakt des Balles. Der Ball wird sozusagen „aus der Luft“ angenommen.

W Wildcards werden in der Regel vom Turnierveranstalter vergeben. Eine Wildcard ermöglicht die Spielerlaubnis bei einem Turnier ohne Teilnahme an der Qualifikation.

Y Yannick-Noah-Zauberschlag oder auch Tweener. Namensgeber ist der sagenumwobene Yannick Noah (French Open Sieger 1983). Der Spieler wird am Netz überlobt (siehe L wie Lob), läuft zurück und spielt den Ball mit dem Rücken zum Netz durch die Beine. Spektakulär!

Z Ziegelmehl: Freiluft-Tennisplätze sind mit einem Material aus Ziegelmehl in einer bestimmten Körnung belegt. Ziegelmehl ist der Grundstoff für den „roten Sand“.




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