8.000 Fans peitschten Österreich zum zweiten EURO-Sieg

Mit einer aufopfernden kämpferischen Leistung rang Österreichs Handball Männer Nationalteam die Ukraine vor 8.000 Zusehern in der Wiener Stadthalle mit 34:30 nieder (18:17). Damit hält man nach zwei Spielen bei dieser Heim-EURO bei ebenso vielen Siegen und trotzdem steht der Aufstieg in die Hauptrunde noch nicht fest. Im Vorfeld besiegte Tschechien Nordmazedonien 27:25 womit am Dienstag zwei Endspiele anstehen.

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Jubel nach dem Sieg über die Ukraine

Beinahe über die gesamten 60 Minuten agierten die Ukrainer im Angriff mit sieben Spielern. Eine zusätzliche Herausforderung für die österreichische Deckung. Nicht verwunderlich, dass man sich dadurch trotz mehrmaliger Führung nie absetzen konnte. Ganz im Gegenteil: die Führung wechselte gleich mehrmals in den ersten 30 Minuten. Mit 18:17 erkämpften sich die Mannen von Teamchef Aleš Pajovič zumindest einen kleinen Vorteil. 

Herausragend einmal mehr Kapitän Nikola Bilyk sowie Janko Bozovic, der ebenfalls in etlichen entscheidenden Momenten Verantwortung übernahm und erfolgreich abschloss. Am Ende des Spiels wurde Bozovic auch zum Player of the Game gekürt. Zudem befand sich auch Robert Weber in bester Laune, war in der Deckung stets auf der Hut und erzielte im Angriff acht Treffer aus acht Versuchen.

Diese Effizienz brauchte es auch, da auch die Hühnen aus der Ukraine Tor um Tor warfen. Österreich blieb geduldig, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Torhüter Thomas Eichberger zeichnete sich wie schon am Freitag mehrmals aus. Als in den letzten Spielminuten die 8.000 Fans nochmals für ohrenbetäubende Stimmung sorgten, fiel auch die ersehnte Vorentscheidung. Nach einem Übertritt und einem Stürmerfoul der Ukrainer, war Nikola Bilyk zweimal rasch zur Stelle und Österreich zog auf 32:29 in der 58. Minute davon. Nachdem Robert Weber kurz darauf auf 33:29 erhöhte stand die Halle Kopf, das Spiel war entschieden. Österreich feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel bei dieser Heim-EURO.

Trotzdem ist ein Platz unter den Top zwei noch nicht gewiss. Im Spiel zuvor besiegte Tschechien Nordmazedonien 27:25. Damit stehen am Dienstag zwei Endspiele an. Österreich trifft um 18:15 Uhr, live auf ORF Sport+, auf Nordmazedonien. Gewinnt man das Spiel steht man in der Hauptrunde und nimmt zwei Punkte mit. Verliert man, darf die Niederlage mit maximal drei Toren Unterschied ausfallen um in die Hauptrunde einzuziehen. Um 20:15 Uhr trifft dann Tschechien auf die Ukraine um kämpft ebenfalls noch um einen Top-2-Platz.

Aleš Pajovič, Trainer Österreich: "Es war großartig wie die Mannschaft gekämpft hat. Mit dem siebten Feldspieler hat uns die Ukraine Probleme bereitet, wir haben alles dagegen probiert: 6:0, 5:1. Im Angriff haben das die Jungs gut gemacht, haben gegen die großewachsene Deckung geduldig gespielt, den Ball laufen lassen und die Chancen genutzt. Was wir noch verbessern müssen ist unser Überzahlspiel. Ein großes Dankeschön ans Publikum. Die Fans haben uns in den letzten Minuten die paar Porzent mehr Kraft gegeben. Die Fehler der Ukrainer zum Schluss haben wir perfekt genutzt. Diese Gruppe ist richtig stark, das hat man heute im Spiel Tschechien gegen Nordmazedonien gesehen. Jetzt heißt es kurz diesen Sieg genießen, dann analysieren wir noch heute das Spiel Tschechien gegen Nordmazedonien." 

Robert Weber: "Mit unserer Leistung dürfen wir zufrieden sein. Hätten wir heute nicht gewonnen, wäre der Sieg am Freitag über Tschechien für die Katz gewesen. In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen, dass haben wir an diesem heutigen Spieltag gesehen. Wir haben jetzt zwei Gegner besiegt, müssen am Dienstag gegen Nordmazedonien nochmals einen raushauen, dann haben wir eine perfekte Leistung erbracht. Dass das Publikum so hinter uns stand und uns angefeuert hat, hat einen riesigen Wert. Wir können uns glücklich schätzen, dass im Angriff alles funktioniert hat. 30 Gegentore sind aber ein bisschen zu viel, daran müssen wir noch arbeiten. Ständig sieben gegen sechs zu spielen war aber auch schwierig und nervenaufreibend. Jetzt kurz Wunden lecken und in zwei Tagen geht es weiter." 



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