8. UCI Radball-Weltcup 2018 in Höchst

Mit einem „Traumfinale“ – Höchst 1 gegen Höchst 2 - und einem Sieg für die ihre Karriere beendenden Simon König und Florian Fischer endete das diesjährige 8. UCI Radball Weltcup-Finale. Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse gab es Radball „vom Feinsten“ und stehende Ovationen für die Sieger. Mit dem Sieg sind Höchst 1 und Höchst 2 im Weltcup-Finale ebenfalls mit am Start.

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Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse gab es Radball „vom Feinsten“ und stehende Ovationen für die Sieger

Beim letzten UCI-Radball-Weltcupturnier 2018 in Höchst/Vorarlberg kam es im Finale zum dem vom Verein und den vielen Radball-Fans erhofften Duell der heimischen Spitzenmannschaften. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Finalspiel gewannen Simon König/Florian Fischer als Team Höchst 2 ihr letztes Turnier vor heimischem Publikum. Nach der regulären Spielzeit stand es 3:3, nach einer Spielzeitverlängerung 5:5, also mußt ein „4m-Schießen“ entscheiden. Das Duell der beiden derzeit wohl besten Torhüter der Welt, Patrick Schnetzer von Höchst 1 und Simon König von Höchst 2 gewann Simon König knapp mit 3:2. Damit hat das Turnier jenen Ausgang genommen, den sich viele Gäste insgeheim erhofft haben: zum Abschluss einer beispiellosen Karriere ein „Weltcup-Heimturnier“ zu gewinnen ist wohl ein krönender Abschluss für Simon König und Florian Fischer.

Beide Höchster Mannschaften haben sich zudem für das Weltcup-Finale (19.1.2019 in Klein Gerau/Deutschland) qualifiziert. Auch das Duo Kevin Bachmann/Stefan Feurstein von der SG Sulz Dornbirn hat es geschafft, als Achte in der Endwertung zum Finale fahren zu dürfen. Höchst 1 hat zudem mit ihrem zweiten Rang die Weltcup-Gesamtführung übernommen und durften das Weltcup-Leader-Trikot überstreifen.

Beide Höchster Teams haben ihre Vorrunden gewonnen
Spannung pur – Höchst 2 gewinnt gegen die Weltmeister erst nach 4m-Schießen. Patrick Schnetzer/Markus Bröll (Höchst 1) hatten nur im zweiten Spiel gegen die starken Schweizer aus Pfungen leichte Probleme, verzeichneten dabei etwa 10 Stangen- oder Lattenschüsse, die nicht ins Tor gingen und gewannen dann trotzdem noch knapp mit 3:2. Ohne Punkteverlust sicherten sie sich damit den Vorrunden-Gruppenseig.
Höchst 2 gewann die ersten drei Begegnungen, ehe das letzte Gruppenspiel gegen die Weltmeister aus Stein/Deutschland mit einem gerechten 4:4 Remis endete. In einem packenden Penalty-Schießen gingen sie als 3:2-Sieger hervor. Damit war gewährleistet, dass die beiden heimischen Mannschaften nicht schon im Halbfinale aufeinander trafen.

Die Halbfinalspiele waren Weltklasse, das Finalspiel noch besser
Im Halbfinale mussten Schnetzer/Bröll gegen die Weltmeister aus Stein antreten. Das faire Spiel endete 6:6, das anschließende 4m-Schießen gewannen sie mit 3:2. Höchst 2 besiegte Pfungen aus der Schweiz klar mit 5:1. Damit erreichten beide das Finalspiel. Dort lieferten sie sich dann die beiden Mannschaften, die sich ja auch als Trainingspartner sehr gut kennen, ein packendes Duell. Nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit 3:3 gab es eine Verlängerung von 1x 7 Minuten, diese endete ebenfalls Unentschieden 5:5. Somit kam es neuerlich zu einem 4m-Schießen. Und da zogen diesmal die Vizeweltmeister Schnetzer /Bröll knapp der Kürzeren und verloren mit 2:3. Der Sieg von Höchst 2 in dieser spannenden, hochklassigen Partie war wohl das schönste Abschiedsgeschenk für Simon König und Florian Fischer.

Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse gab es Radball „vom Feinsten“ und stehende Ovationen für die Sieger
Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse gab es Radball „vom Feinsten“ und stehende Ovationen für die Sieger

Karriere-Ende von König/Fischer mit einem Sieg vor heimischem Publikum
Das erfolgreiche Radball-Duo Simon König und Florian Fischer vom ÖAMTC Radfahrer Club Mazda Hagspiel Höchst beendete vor heimischem Publikum ihre lange, erfolgreiche Laufbahn. Medaillen bei Weltmeisterschaften, im Weltcup, Europacup, bei heimischen Meisterschaften haben die beiden errungen. Einzig eine gemeinsame WM-Teilnahme blieb ihnen verwehrt. Unmittelbar nach Spielende wurden sie vom Vereinsobmann Marco Schallert geehrt und gebührend verabschiedet. König/Fischer waren nicht nur national, sondern auch international ein gern gesehenes Team. Ihre Leistungsbilanz ist außergewöhnlich. Obmann Schallert betonte die großartigen gemeinsamen Erfolge, ihr sportlich außergewöhnliches Können und vor allem ihre kollegiale Art über viele Jahre. Im Laufe ihrer Karriere haben beide Sportler mit verschiedenen Partnern ihr „Radball-Leben“ verbracht. Gemeinsam unterwegs sind Simon König und Florian Fischer seit 2010. Für Österreich und für den Radfahrer Club Mazda Hagspiel Höchst haben sie viele Jahre beeindruckende Erfolge verbucht und können auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken. Betreut und gecoacht wurden die beiden von Martin Maccani, selbst ehemaliger Radballer des RC Höchst.

Die Radballer Simon König und Florian Fischer geben Karriereende bekannt
Die Radballer Simon König und Florian Fischer geben Karriereende bekannt



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