7 Fragen an Clemens Neurauter

Motocrosser, Student, Familienmensch - Welche Herausforderungen ein Sportler nebst seiner Karriere zu meistern hat wird oft nicht bedacht. Welche Dinge mich motivieren und wie ich den Alltag mit meiner Leidenschaft kombiniere, erfährt ihr hier.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Ich würde mich als hilfsbereit, freundlich und ehrgeizig beschreiben. Mir liegen Freunde und Familie am Herzen und helfe ihnen gerne. Durch den Sport bin ich auch sehr ehrgeizig geworden. Ich setze mir Ziele und versuche die auch zu erreichen.
 
Wie verbringst du deine Freizeit außerhalb der MX-Saison und wie hältst du dich in der Zwischenzeit fit?
In meiner Freizeit mach ich eigentlich sehr viel Sport, nicht nur um fit zu bleiben und meine Fitness zu verbessern, sondern weil es mir auch einfach Spaß macht mit Freunden Rad fahren zu gehen, ins Gym gehen, Skifahren oder sich auf eine Skitour zu treffen etc. Natürlich verwende ich auch meine Freizeit für Erholung und Spaß. Ich unternehme gern was mit Freunden um auch einfach was anderes zu erleben und als Ausgleich zum Motocross und Sport. Außerdem nutze ich gerne die rennfreie Zeit zum Reisen.
 
Neben dem Motocross-Sport studierst du noch nebenbei. Wie behältst du die Nerven, wenn Klausurzeit und Rennwochenenden zusammentreffen?
Um beides, Studium und Sport, zu vereinbaren ist gutes Zeitmanagement ausschlaggebend. So nutze ich z.B. die Fahrt zum Rennen zum Lernen, jedoch nach Ankunft versuche ich mich nur aufs Rennen zu konzentrieren. Ich versuche mir daher meine Zeit bestmöglich einzuteilen. Außerdem nutze ich insbesondere die Trainingseinheiten unter der Woche, wie z.B. Rad fahren oder laufen, als Ausgleich zum Lernen und Abschalten.

Wie bereitest du dich auf einen Wettkampf vor? Hast du Rituale, Glücksbringer?
Diesbezüglich schwebt mir immer eine Aussage von Ryan Dungey im Kopf: „Das Rennen gewinnt man unter der Woche“. Wenn man seine Arbeit und Vorbereitung unter der Woche zufriedenstellend erledigt, kann man mit einem entspannten Gefühl ins Rennwochende gehen. Bezüglich Rituale, vor dem Start eines Rennens setze ich mich immer auf mein Rad, Kopfhörer auf, Musik an und durchschnaufen.
 
Welches Lied darf bei dir während deinem Fitness- bzw. Trainingsprogramm nicht fehlen und warum?
Mir ist es wichtig, dass Musik mich motiviert und Spaß macht. Für mich sind daher Rap, Hip-Hop und Elektro ganz oben auf der Liste. Dabei fehlt eigentlich nie ein Lied von Macklemore.
 
Was würdest du einem jungen Sportler am Beginn seiner Karriere raten bzw. mit am Weg geben?
Spaß und Freude haben an dem was man tut und auch das Bewusstsein haben, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt auch viel Zeit opfern muss. Aber gerade in der Jugend sollte Sport Spaß machen und einem Freude bereiten, der Ernst kommt mit der Zeit selbst.
 
Wettbewerb und Freundschaft – passt das zusammen?
Meiner Meinung nach gibt es keinen Sport ohne Wettbewerb und keinen Spaß am Sport ohne Freundschaft. Natürlich sind wir während eines Rennens Konkurrenten, allerdings nach Rennabschluss überwiegt die Freundschaft. Man freut sich miteinander an guten Ergebnissen, und unterstützt bei schlechteren.
 
Zusatzfrage:
Der MSC Rietz veranstaltet öfter mal ein Nachwuchstraining. Engagierst du dich selbst für ein Thema und wenn ja, welche Themen und Projekte liegen dir besonders am Herzen?

Das Nachwuchstraining des MSC Rietz ist eine super Initiative um jungen Sportlern das Wissen, das ich mir über die Jahre angeeignet habe weiter zu geben. Es macht Spaß auch mal auf der Seite eines Trainers zu stehen, anderen Tipps zu geben und sie im Sport weiterzubringen.



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